122 Wohlthätigkeit.
in den Rechnungen und von feiten des Käufers keinMißtrauen entstehe,?. Auch verkaufen jetzt viele der be-deutendsten Geschäfte nur gegen bar und können, daihnen dadurch große Kosten und Verluste erspart wer-ben, um so viel billiger verkaufen, so daß man alsodoppelten Nutzen hat, wenn man sich an solche Häu-ser wendet.
Am Ende des Jahres mache die junge Hausfrauden Hauptabschluß, indem sie die einzelnen Monatsbe-träge untereinander stellt und zusammenzählt.
WohttbÄigkeit.
„Was ihr gethan habt, einem unter diesen meinen„geringsten Brüdern, das habt ihr mir gethan."
Auch in bescheidenen Verhältnissen lassen sich vieleWohlthaten erweisen, besonders an armen Kranken,denen ein Teller gute Suppe oder sonst passende Speiseviel besser kommt, als sonst ein reichliches Almosen.„Ich will lieber einen Thaler geben, als mich mitSpeiseschicken bemühen," sagte eine reiche Frau, aberden Thaler kann der Kranke nicht essen oder trinkenund hat, auf dein Lande wenigstens, auch meistens nie-mand, der dasür etwas passendes anschaffen oder zu-richten könnte und überdem ist es ja heutzutage soleicht, mit Hilfe des Liebig'fchen Fleischextraktes oderder Suppenstoffe, rasch eine gute Suppe zu bereiten.
Will man bloß eine klare Suppe, so löse man 4bis 5 Gr. Extrakt in einer Tasse kochenden Wassers«uf und süge sehr wenig Salz und, nach Befinden, einwenig Rotwein hinzu.
Häufig giebt man ihn auch mit Eigelb, wo mandann 6 Gr. Extrakt in eine gewöhnliche Tasse, derenetwa acht auf das Liter gehen, mit kochendem Wasserkräftig anrührt, in einer andern Tasse ein halbes Ei-gelb mit etwas Wasser verrührt und unter Rühren zu