Einnahme und Ausgabe. 121
zweimal zusammen, schreibe oben am Rande Namen undJahreszahl hin, binde sie von jedem Jahrgang zusam-men und bewahre sie in einer dazu bestimmten Schublade.
Die junge Hausfrau meiue aber nun nicht, mit deinpünktlichen Einschreiben sei es gethan, sondern sie mußvor der Ausgabe reislich überlegen, ob die Anschaffungsich mit der Einnahme verträgt und, in beschränkterLage, ob sie nicht entbehrt werden könne, welch' letz-teres mau besonders bei Kleinigkeiten beachtenwolle, denn gerade die „Kleinigkeiten" wachsen oft zrrungeahnten großen Summen an.
Aus gleiche Weise wie die Ausgabe wird auch die-Eiuuahme, mit Bezeichnung des Datums, iu das Buchgeschrieben und am Ende des Monats mit der Aus-gabe verglichen.
Weiterhin im Buche, oder iu eiu zweites Buch^schreibe die Hausfrau alle anderen Ausgaben, für Mö-bel, Hausgeräte, Kleiduugsstttcke, Dienstbotenlöhne, Re-paraturen, Porto, Schreibmaterialien, wohlthätige Zweckeu. s. w. u. s. w.
Vor allen Dingen aber nehme die junge Hausfrauuicht das allergeringste auf Rechnung.Neujahrsrechnungen eignen sich nur für reiche Verhält-nisse; in gewöhnlichen Lagen sind sie ein wahrer Ruinund führen Sorgen und Rückgang mit sich. Auch wird-mau bei barem Bezahlen meistens uur mit Ueberlegung,das Nötige anschaffen und anderes weglassen, wo hin-gegen der Gedanke: „Es braucht nicht gleich bezahlt zuwerden und zur Zeit werden die Mittel sich schon fin-den," manchmal zu Ausgaben verleitet, welche eine Massevon Sorgen nach sich ziehen. Der berühmte Franklinsagt darüber: „Sorgen folgt auf Borgen. Geh' liebeo„ohne Abendbrot zu Bett, als daß du mit Schulden„aufstehst. Kaufe, was du nicht nötig hast und du mußt„bald das Nötige verkaufen. Wer um Ostern eine„Schuld bezahlen muß, hat kurze Fasten."
Nebenbei kann bei barem Bezahlen kein Irrtum