Decken und Servieren des Tisches. 113
legt das Besteck darauf und fährt so fort, indem mandie folgenden Teller unter den ersten schiebt, die Be-stecke aber immer auf den obersten Teller legt, undzwar mit den Heften in den Teller, da sie sonst leichthinunter fallen. Beim Abnehmen der Suppenteller mnßinan, da der nasse Löffel, um Flecken zu verhüten, nichtherausgenommen werden darf, den ersten Teller in denlinken Ann nehmen und den zweiten mit der rechtenHand in die linke geben, nun dessen Löffel zu dein erstenlegen und den Teller unter den ersten schieben u. s. w.und man Halte diese ausführliche Angabe nicht für über-flüssig oder übertrieben, denn fast unglaublich sind oftdie Verstöße und die daraus entstehende Unannehm-lichkeit und Verwirrung, welche beim Servieren vor-kommen.
Ehe man das Dessert aufsetzt oder falls das Des-sert schon von Ansang an da gestanden, nach Abnahmeder Teller und Bestecke, nehme man auch das etwa nochauf dem Tisch liegende Brot und die Brotkrumen mit-telst einer Serviette und eines Tellers weg.
Unmittelbar nach dem Diner folgt ein sehr guterKaffee mit kaltem Rahm, ein starker und ein süßerLiqueur und Zigarren.
Für kleine freundschaftliche Mahlzeiten wäre die,bei solchen in Rheinland übliche Art anzuraten. Eswerden unter Serviette und Brötchen gleich ein paarTeller hingestellt, Löffel, Gabel und Messer rechts da-neben gelegt und quer vor die Teller, gekreuzt Thee-löffel und Dessertmesser für Kompot und Dessert, undfür erstem steht auch meistens ein kleiner Teller odereine Untertasse, rechts von den großen Tellern bereitund diese Anordnung dürfte sich mit einigen Aenderun-gen im allgemeinen auch wohl für die gewöhnlichenFamilien-Mahlzeiten eignen.
v. Pröppcr. Das Hauswesen.
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