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Das Hauswesen : guter Rat für junge Frauen und Mädchen von einer alten Hausfrau
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112 Decken und Servieren des Tisches.

legt oder ineinander stellt und alles, was etwa außerden Speisen zu reichen wäre, darf nie bloß mit derHand, sondern soll ans einem Teller oder einein Tabletdargeboten werden, das Brot meistens in einem Körbchen.

Wird Gemüse und Beilage gegeben, so reicht manmit einer Hand zuerst das Gemüse und mit der anderndann die Beilage, bei Braten mit Salat oder Kompotaber zuerst den Braten. Man gebe nicht zu viel Suppeund schenke die Gläser nicht zu roll und niemals, ehevollständig ausgetrunken ist.

Was zu einem Auftrag gehört, muß zusammen ge-bracht werden und namentlich dürfen die Saucen nichthinterher kommen, denn es giebt Köchinnen, welche dieSaucen zum Braten erst fertig machen, wenn der Bratenschon auf dein Tische ist und man bedient sich zum Auf-tragen daher am besten eines Tablets, auf welchem dasGanze Platz findet. Auch muß man sorgen, daß dieSpeisen sich rasch folgen und lieber mit dem Beginnedes Essens etwas zögern, als daß es zwischen den ver-schiedenen Gängen immer Pausen gebe.

Beim Wechseln der Speisen werden die Schüsselnentfernt, dann die Teller gewechselt und hierauf erst dieneuen Speisen aufgetragen. Läßt ein Gast das Besteckauf dem Teller liegen, so muß es mit diesem wegge-nommen und ein reines (auf dem Teller liegend, nichtauf den Tisch gelegt), gebracht werden. Nach Fischsind immer reine Bestecke erforderlich. Auch die Dessert-messer oder Dessertbestecke werden ans dein Teller hin-gestellt und zwar auf der Dessertserviette. Werden keineDessertservietten gegeben, so kann man den Stoß Tellerin den Arm fassen, die Dessertbestecke oben darauf legenund dann immer von unten her einen Teller nehmen,ein Besteck darauf legen und so hinstellen.

Bei Tellerwechseln werden zuerst die gebrauchtenhintereinander abgenommen und dann die reinen, derenman einen Stoß in den Arm faßt, hingesetzt. BeimAbnehmen vor dem Dessert nimmt man erst den Teller,