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Das Hauswesen : guter Rat für junge Frauen und Mädchen von einer alten Hausfrau
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106
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106 Gute Manieren der Dienstboten. DaS Zerbrechen.

«inst gefragt wurde, was einer edlen Frau gezieme, sieantwortete:Ganz für ihren Mauu zu leben."

Gute Manieren der Dienstboten. AcrsZerbrechen.

Es müssen die Dienstboten stets ehrerbietig gegenihre Herrschast und höflich gegen jedermann seinund sich durchweg eines ruhigen, anständigeil Benehmensbefleißigen. Die Herrschaft und alle Standespersonenwerden immer in der dritten Person angeredet:Habendie Frau"Wollen der Herr" und dann immerder Titel dabei, wie es in dem Hause üblich ist. Hatine Herrschaft einen Auftrag gegeben, so sagen sieZuBefehl!", oder wo dies vielleicht zu höfisch klingen sollteJa wohl!", und werden sie gerufen oder haben etwasnicht recht verstandenWie befehlen?" oderWas ge-fällig?"Wie beliebt?"

Kommen Besuche, so führt man sie in das dafürangewiesene Zimmer, bietet aber keinen Sitz an undhütet sich besonders, es fei, wer es fei, vor irgend einerAnrede oder Frage, anßer nach dem Namen, wenn diePersonen unbekannt sind und fagt dann:Ich bitte umden Namen," wo dann meistens eine Karte gegebenwird, die man der Herrschaft überbringt.

Haben bei Besuchen die Dienstboten im Zimmer zuHun, so dürfen sie nicht grüßen und sich überhaupt umnichts bekümmern, nichts hören und sehen, als was ihrenDienst betrifft, den sie so ruhig, still und aufmerksamverrichten, als ihnen nur möglich ist.

Uebrigens darf man in einem anständigen Hausenicht singen, nicht zu laut sprechen oder lachen, nichtlaufen, daß man ein Unglück vermuten solle, die Thürenweder zuschlagen noch auslassen, die männlichen Dienst-boten müssen beim Eintritt in's Haus die Mütze ab-nehmen und dürfen nicht rauchen, als in der Gesindestube.