Tic Dienstboten.
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„und man gehe über ihre Grenzen nicht hinaus. Mil-„der und anders zu sein, ist Schwäche, die in kürzester„Frist ausgebeutet wird; strenger zu sein, ist Härte, die-„man gegen seinen Mitmenschen, der in die unverschu!-„dete Lage des Dienens gekommen ist, niemals anwen-den darf. Bei Erziehung der Kinder und Dienstleute„bedars es Beharrlichkeit, Ernst und Gerechtigkeit. Hat„man ein braves Dienstmädchen erprobt, so lohne man„ihre Treue mit Güte, habe aber wohl Achtung, daß„sie die Grenze nicht überschreite, welche zwischen Herrin„und Dienerin gezogen sein mnß, denn im Hause hat„nur Eines zu befehlen, das ist die Frau und die„Untergebenen müssen gehorchen."
„Es ist nur Eine, die da will„Die andern alle sollen."
So meine U r ä l t e r m u t t e r, Mitte desvorigen Iah r h underts, und ich lasse nun fol-gen, was Theano, griechische Philosophin, Gemahlindes Pythagoras, ein halbes Jahrtausendvor Christus, geschrieben hat:
„Das Erste, was eine Frau in ihrem Hause zu„regieren hat, sind ihre Mägde — dic Herzen unserer„Dienerinnen werden nicht zugleich mit ihrer Person„gewonnen, sondern jene muß sich eine verständige Herr-schaft erst durch ihr Betragen zu eigen machen, und„dies geschieht, indem man ihnen nicht mehr zumutet^„als recht ist, denn sie sind Menschen wie wir.
„Ost ist Nachsicht und Verzeihung die vernünftigste„Maßregel, welche eine Frau treffen kann, um Schaden„zu verhüten und sich ihr Ansehen, auf das im Haus-„wesen so viel ankommt, zu erhalten. Erinnere dich„der Saiten auf einem Instrumente: Spannt man sie„zu wenig, so geben sie keinen Ton von sich; spannt„man sie zu viel, so springen sie: Gerade so verhält„es sich zwischen einer Frau und ihrem Gesinde."
Zu Nutz und Frommen und Erbauung des Haus-herrn w ill ich hier auch noch mitteilen, daß, als Thean»