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Das Hauswesen : guter Rat für junge Frauen und Mädchen von einer alten Hausfrau
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Seite
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Die Dienstboten. gZ

aber dein Diebstahl und der Unsittlichkeit, dadurchThor und Thür geöffnet werden."

Wenn die Herrschaft also im allgemeinen nicht gegenjenen Luxus einschreiten kann, so doch, wenn derselbeihrer Hausordnung zu uahe tritt, wie es sehr häufigmit der Luxuswäsche geschieht, wo, je nach der herr-schenden und streng befolgten Mode, der Kragen, Man-schetten, Shlips u. s. w. kein Ende ist und sie mehrgebrauchen möchten, als die Herrschaft selbst. Ich hatteein Stallmädchen, welches täglich lange weiße Shlipse zutragen versuchte, kokett in eine große Schleife gebundenund mit langen Enden daran, nur dauerte die Freudenatürlich nicht lange.

Dagegen ist streng darauf zu sehen, daß die Dienst-mädchen, besonders wo nur ein Mädchen gehalten wird,immer nett und rein angezogen seien und namentlichreine Schürzen vor haben; bei schmutziger Arbeit bindensie dann die Arbeitsschürze darüber und legen diese,wenn sie bei der Herrschaft eintreten oder die Hausthüreöffnen müssen, rasch ab; sollen mitunter weiße Schürzengetragen werden, welches immer einen besondern Eindruckvon Reinlichkeit und Nettigkeit macht und daher sehr zuempfehlen ist, so giebt sie die Herrschast.

Ueberhaupt ist nicht genug anzuraten, das einmalBestimmte, im großen wie im kleinen, unwiderruflichfest zu halten, denn auch von unserm kleinen Staategilt der Ausspruch Friedrichs des Großen:Einzurückgenommenes Gesetz ist schlimmer, als eine ver-lorene Schlacht," und wenn ein Dienstbote ein einzigesMal seinen Willen gegen den Willen der Herrschaftdurchgesetzt hat (ich rede nicht von Nachlässigkeiten oderVergeßlichkeiten) oder wenn die Herrschast selbst, ohnetriftigen Grnnd, eine Anordnung zurück nimmt, so istdie Sache schon verfehlt und der Kampf beginnt, welcherselten zum Vorteil der Herrschaft ausschlägt, schon des-halb nicht, weil die Dienstboten dies alles wichtigernehmen und hartnäckiger an ihren wenigen Ideen fest-