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heimlich ableihen, bisweilen sogar aus der schmutzigenWäsche heraus, wenn sie an die reine nicht kommenkönnen. Ja „es giebt mehr Dinge im Himmel und aufErden", als die jungen Hausfrauen sich träumen lassen.
Ein ordentliches Dienstmädchen muß wenigstens ha-ben: 6 gute Hemden, 6 bis 12 nette Schürzen, 6 bis12 Arbeitsschürzen von blauer Leinwand, 6 Paar dun-kelfarbige Strümpfe, nicht die abscheulichen bunten, zweigewöhnliche Anzüge, am besten starker Blaudruck, einbis zwei gute Anzüge von gutem, nicht zu Hellem Woll-stoff oder dergl., ein Paar gute Unterröcke, wattiert odergestrickt, ein Paar schwarze, leichte Hausschuhe (keinebunte) für's Hans, 1 bis 2 Paar starke Lederschnhezum Ausgehen; für Arbeiten, wo das Mädchen in derNässe stehen mnß, gestatten die Herrschaften wohl denGebrauch von Holzschuhen (Pantinen), doch ist dannstreng daranf zu halten, daß sie auch uur bei solchenGelegenheiten benutzt werden, sonst versuchen die Mädchenuur zu gern, sie auch für gewöhnlich zu tragen, lausendazwischen auf den Strümpfen herum, — erfrieren dieFüße und schaden überhaupt ihrer Gesundheit oft aufdas empfindlichste.
Gegen oben erwähnten Luxus kann die Herrschaftwohl wenig thun, denn gegen den Zeitgeist vermag dereinzelne nicht anzukommen, aber sie sollte ihn wenigstensnicht dadurch begünstigen, daß sie den Dienstmädchenabgelegten Putz schenkt nnd, wie Marie Nathusius inder Erzählung „Das Varegekleid" sagt: „ihn einem„armen Dienstmädchen oder Nähmädchen, als einen rech-nen Fallstrick oder Fußschlinge, in den Lebensweg schiebt.„Wie manches Baregckleid, wie manches vertragene„Ballkleid, könnte einst vor dem Herrn der Ankläger„fein, daß eine Seele verloren gegangen; wie manche„Dienstboten werden eben erst durch ihre Herrschaft eitel„und vergnügungssüchtig und endlich oft fehr unglück-lich, denn es ist gar nicht zu fagen, was oft durch„diesen Luxus entsteht und wie allen Lastern, besonders