Hg Die Dienstboten.
Hüte dringe man nach dem Ablegen gleich aufihre Ständer und, mit einem alten Schleier oder dgl.bedeckt, an ihre Stelle. Ueber weißseidene Hüte breiteman, um sie einigermaßen vor dein Nergelben zu schützen,ein stark gebläutes Tuch aus und befestige es genau,aber ziemlich lose, mit einigen Stecknadeln darnm; sindsie staubig, so reinige man sie mit einem Federbesenoder, wo dies nicht hinreicht, die seidenen Hüte mitFlanell, die Strohhüte mit einer weichen Bürste, dieSammethüte mit einer Sammetbürste.
Regenschirm und Sonnenschirm müssen immerin nicht zu engen Ueberzügen bewahrt werden; nasseRegenschirme spanne man nicht auf, sondern stellesie, nur eben zufammen genommen, in eine Ecke; siereißen dann weit weniger.
Die Dienstboten.
Ein' fromme Magd 0on gntem Stand,
Geht ihrer Franc» fein znr Hand,
Hält Schüssel, Tisch und Teller weiß,
Zn ihrer und der Frauen Preis;
Sie trägt und bringt keiu' ueue Mähr,
Geht still zu ihrer Arbeit her,
Ist treu und eines keuschen Mutslind thut deu Kiuderu alles Guts.
Sie ist auch munter, hurtig, frisch,
Vollbringet ihr Geschäfte risch.
Und hält' der Fraueu wohl zu gut,
Wenn sie im Schaden reden thnt.
Sie hat dazu ein fein Gebärd',
Hält alles fanber an dem Herd,
Bewahrt das Feuer uud das LichtUnd schlummert iu der Kirchen nicht.
PiNil Flc»»»i»g (1640).Was ich den jungen Hausfrauen über die Dienst-boten, dieser wichtigen, stets brennenden Frage, hiersagen werde, beruht gänzlich ans eigener Erfahrung undist bewährt, denn sowohl in meinem Hause als in dem