Die Kleidung. 89
linke Seite nach außen, wenn es kein Stoff ist, der ge-wendet werden kann.
Aus wollenen Kleidern wird auf einem rein abge-putzten Tische Staub und Schmutz am Stoß mit einer-Kleiderbürste entfernt und derselbe, nachdem die ersteHälfte des Kleides gebürstet worden, nochmals abgeputzt,damit der durchgedrungene Staub sich der reinen Seitedes Kleides nicht mitteile.
An seidene Kleider darf keine Bürste kommen, son-dern sie werden, nach leichtem Ausschlagen, mit einem.Stück weichen, weißen, glatt gefaßten Flanells, strich-weise sanft abgerieben. Straßenschmutz entfernt man^wie folgt: Man lege die schmutzige Stelle auf ein rei-nes Tuch, nehme einen kleinen, sehr reinen Schwamm,und kaltes, mit einem Drittel gewöhnlichem Spiritus-vermischtes Wasser und reibe damit den Schmutz weg^wobei man den schmutzig gewordenen Teil der Unterlagebisweilen wegzieht und eine reine Stelle unterschiebt.Dann lege man ein reines Tuch darüber, drücke es an,um die Nässe zu entfernen und bügle die noch fenchteStelle auf der linken Seite mit einem nicht zu heißen^doch auch uicht zu kalten Bügeleisen und zwar sogleich^sonst leidet die Farbe, weshalb man das heiße Eisenauch bereits zur Hand haben muß; außer, um solcheFlecken auszumachen, darf Seide nicht gebügelt werden.
U m häng e, besonders wein? sie aus Sammet sind,hänge man nicht auf, sondern lege sie lose und nichtmehrere aufeinander, in eine Schublade; man reinigt siewie seidene Kleider, den Sammet mit einer Sammetbürste.
Shawls werden, nachdem der Staub ausgeschütteltworden, glatt in ihre ursprünglichen Falten gelegt und^wenn kostbar, mit einem weißen Tuche umwickelt.
An Pelzwerk wird nach dem Gebrauche ebenfalls-der Staub ausgeschüttelt, dasselbe, dem Laufe der Haarenach, gleich gestrichen und in die eigens dazu bestimmtenSchachteln gebracht, da es keinen Druck erträgt. Um es vorMotten zu schützen, s. „Vertreibung des Ungeziefers".