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Das Hauswesen : guter Rat für junge Frauen und Mädchen von einer alten Hausfrau
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88 Die Kleidung.

niemals an, wenn man sie gerade brauchen will; manhauche in dieselben, bringe zuerst die vier Finger hineinund streiche von den Fingerspitzen nach der Hand hin,bis sie gut sitzen, lasse dann den Daumen folgen undnach jedem Gebrauche lege man sie, glatt gezogen, nichtaufgerollt, in ein Handschuhkästchen.

Auch an Schuhen und Stieselchen kannviel erspart werden: zunächst muß man sich natürlicheiner gnten Schuhhandlung oder eines guten Schuh-machers versichern, wo auch gut und gern, selbst daskleinste geflickt wird, damit keine größeren Schäden ent-stehen; ferner mnß man alle Tage mit dem Schuhwerkwechseln, wodurch es viel länger hält, und neues Schuh-werk nicht gleich in Gebranch nehmen, sondern nur einpaar Tage tragen, daß es sich nach dein Fuße setze,und dann eine gute Weile wegstellen. Ziemlich abge-nutzte Schuhe kann man im Winter noch in Gummi-schuhen abtragen.

Strümpfe sollten ebenfalls alle Tage gewechseltwerden nnd sie halten dann wohl noch einmal so langeund das Wechseln ist auch der Gesundheit sehr zuträglich.

Zur Schonung der Kleider, Umhänge, Hüteu. dgl., sei man vor allem bedacht, nie gnte Sachen zugebrauchen, wo geringere genügen würden und gleichuach dem Gebrauche alles, wohl gereinigt, an seinenOrt zu bringen und nicht, wie leider so oft geschieht.Tage lang herum fahren zu lassen, wo es in mannig-facher Weise zn Schaden kommen kann, jedenfalls aberdurch Staub und Sonne leidet. Eine junge Frau legteihren Hut, anstatt ihn auf feinen Ständer zu stellen,auf das Sopha, ihr Mann setzte sich darauf und machtedann auch noch das Räthfel:

Man setzt es ans Und setzt sich drauf Was ist das?"

Um Kleider aus leichten Stoffen zu reinigen, schüt-tele man den Staub aus, schaffe etwaige Schmntzfleckchenweg und hänge das Kleid fofort in den Schrank, die