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Das Hauswesen : guter Rat für junge Frauen und Mädchen von einer alten Hausfrau
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Der Nähtisch und die Handarbeiten. 81

heißem Wasser überbrühen oder noch besser, mit kalteinWasser auf's Feuer bringen und etwa zehn Minutenkochen, worauf man sie in kaltes Wasser wirft undnach einiger Zeit zum Trocknen aufhängt. Bei Ferseund Fußspitze legt man gern noch einen feineren odergespaltenen Faden mit ein.

Zum guten Stopfeu der Leinwand ist eine lange,möglichst feine Nadel und eiu ungedrehter Faden von-verhältnißmäßiger Stärke erforderlich. Jeder Stopfen-wird am schönsten, wenn man ihn auf der linken Seitemacht, weil dann auf der rechten Seite Anfang undEnde einer jeden Reihe nicht zu bemerken ist; derselbesoll an allen vier Enden ein Stückchen über die Be-schädigung hinausgehen und die Reihen müssen, einedicht neben die andere, in gerader Richtung und obenAnd unten in ganz gerader Linie gemacht werden. DasDurchstopfen geschehe pünktlich und man nehme jedesmalmir einen Faden aus die Nadel und lasse den zweitendarunter, welches bei der nächsten Reihe regelmäßigwechselt; der Faden darf nicht zu stark angezogen wer-den, damit der Stopfen auch nach dem Waschen glatterscheint.

Sind Stücke einzusetzen, so darf dazu nur ge-ivaschene, bei alten Sachen überhaupt uur ältere Lein-wand genommen werden.

Niemand flickt einen Lappen von neuem Tnch an ein altes

Kleid;

Denn der neue Lappen reißt doch 0om alten uud der Riß

wird ärger."

Jeder Flicken muß bei Leinwand und einfarbigenZeugen auf dein Faden eingesetzt werden, und man sehehauptsächlich daraus, die Ecken ganz glatt zu halten,so daß sich nicht das geringste Fältchen bildet.

Da jetzt die jungen Mädchen sehr häufig eher stickenals nähen lernen, so ist zu empfehlen, die Stücke statteinzunähen, einzufestonnieren, welches nicht langsamergeht, als eine feine Naht, viel feiner aussieht und wobeiv. Pröpper. Das Hauswesen. 6