Ly Der Nähtisch und die Handarbeiten.
richteten Nähtisch ein unentbehrliches Hausgerät, ambesten mit zwei verschließbaren Schubladen, eine fürdas Nähmaterial, reichlich und hübsch geordnet und da-runter eine für kleinere Arbeiten; für die größern hatman ein zierliches Schließkörbchen unter dem Tischstehen. An eine Seite, wohin das Auge nicht fällt,kann man einen kleinen Wandkorb hängen, in den manAbschnitzel u. dergl. wirft.
Das nötige Material zum Nähen, Flicken, Stopfen,Stricken hat eine sorgsame Hausfrau stets vorrätig, eskaufen sich Faden, Seide, Litzen, Bänder, Knöpfe, Ha-ken, Oesen, Nadeln u. s. w., auch viel besser in größererMenge, und wenn sie auf Ausbessern hält, so lasse sieein Kästchen mit sortierten Stopfknäueln »icht fehlen.
Solche Stopfknäuel-Baumwolle oder Stickbaummolleist auch am passendsten zum Stopfen der Strümpfe,welches, wenn sie gestrickt sind, nur mit dem Maschen-stich (Straminnadeln sind dazu die besten) geschehen darfund mit dieser überzieht man auch die dünnen Stellen,daß nicht erst Löcher daraus entstehen. Gewebte Strümpfe,die überdem uie gut sitzen, sollte eine rechte, tüchtigeHausfrau gar nicht haben und wenn man seine Zeitrecht benützt, so ist ein Paar Strümpfe rasch fertig.In meiner Jugend strickte ich immer beim Lesen undauf dem Lande selbst beim Spazierengehen. Sind aberdoch gewebte Strümpfe vorhanden und zerrissen, so stopfeuian sie mit dem Gitterstich, der aber nicht zu dicht aus-geführt werden darf.
Wollene Stoffe stopft man gewöhnlich mij.Moos?.ivolle; noch besser ist, von etwaigen Resten des StoffesFäden auszuziehen und sich derselben zum Stopfen zubedienen. Zu Seide ist oft gespaltene Florettseide rechtgut; zu Musselin und Batist nehme man die Ausfaserneben dieses Stoffes.
Zum Stricken der Strümpfe wähle man nur besteBaumwolle; sechs- bis achtdrätige, ungebleichte ist amstärksten. Wolle muß man, des Einlaufens wegen, mit