Dcr Nähtisch und die Handarbeiten. 79
werden sollen. Zugleich werden die Betten untersucht.Schadhaftes daran ausgebessert und, bei bemerkbaremAbgang der Federn, nachgefüllt.
An demselben Tage werden auch die Matratzen andie Sonne gelegt und mit schwanken, glatten Stöckchen,auf allen Seiten wohl ausgeklopft und in den Kantenund den, durch das Abnähen entstandenen Vertiefungengut ausgebürstet, dabei, gleich den Federbetten, jedesmalumgewendet. Matratzen, welche sehr zusammen gefallensind, müssen aufgetrennt, das Roßhaar gezupft, allfälli-ger Abgang ersetzt und dann wieder frisch gefüllt werden.
Die gesteppten Bettdecken hängt man in die Lustund klopft sie sorgfältig aus; sind sie schmutzig, so wer-den sie abends zuvor gewaschen, in kaltes Wasser gelegtund morgens recht früh ausgerungen und aufgehängt,wobei man aber die Ecken und Enden derselben, inwelche sich das Wasser hinzieht, häufig ausringt, dieDecken öfters mit glatten Stäbchen klopft, wodurch dieMatte anfquillt und sie im Laufe des Tages mehrmalsumdreht. Auf diese Weise erhält man bis abends voll-kommen trockene Decken und vermeidet die sonst leichtentstehenden, gelben Wasserstreifen. Bevor die Bettenwieder in die Zimmer gebracht werden, muß man dieSpringfeder-Matratzen, Strohsäcke oder welche Unter-lagen vorhanden sind, herausheben, kräftig abkehrenund ausklopfen und auch die Bettstellen gründlich rei-nigen lassen.
Aev WcrbtiscH und die Kcrndcr^beiten.
Man kann gar nicht berechnen, was eine Hausfraudurch fleißiges Nähen und zeitiges Flicken und Stopfengewinnen und ersparen kann. Eine kleine Beschädigung,wird sonst bald zu einer großen, wogegen, wenn zumAusbessern gleich Hand angelegt wird, ein solches Stücknoch lange vorhält und so ist dann ein praktisch einge-