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Das Hauswesen : guter Rat für junge Frauen und Mädchen von einer alten Hausfrau
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78 Das Sonnen dcr Bcttcn.

angeraten wird, fondern recht heiß, denn das Einlaufenkommt nicht vom heißen Wasser, sondern wenn die Sachenim Wasser liegen bleiben. Es ist am besten, die Stückeeinzeln vorzunehmen, mit reichlich weißer Seife ein Stücknach dem andern aus heißem Wasser, wie es die Händeeben ertragen können, zu wasche«?, fest ausgedrückt beiSeite zu legen und wenn alle Stücke fertig sind, eben-so aus heißem Wasser zu spülen, gleich aufzuhängenund rasch zu trocknen, womöglich in der Luft, sonst inder Wärme. So bleibt die Wolle weiß und weich undgeht sehr wenig ein.

Weiße wollene gehäkelte oder gestrickte Tü-cher u. dergl., welche durch das Waschen Weiße undElasticität verlieren würden, reinige man mit trockeneinMehl und nehme man zu einem großen Tuch Kilogewöhnliches Mehl, von dein die Hälfte in eine Schiisselgenommen und das Tuch fo lange darin durchgearbeitetwird, bis es alles Mehl aufgenommen hat, welches mandann rein ausschüttelt und nun mit der andern HälfteMehl, nachdem ihm etwas Vlaupulver beigefügt worden,eben so verfährt.

Icrs Sonnen der Wetten.

Man lasse dies jedes Jahr an einem schönen, son-nigen Sommertage vornehmen und lege die Betten anfBrettern oder auf einem trockenen Hose, über grobesPacktnch aus, schüttele sie stündlich einmal auf beidmSeiten und wende sie jedes Mal um. Zum Schüttelnder größern Bettstücke sind zwei Personen erforderlich,welche die Ecken, um sie nicht zu beschmutzen, mit rei-nen weißen Lappen anfassen müssen. Je kräftiger dieBetten geschüttelt werden, um so mehr quellen sie ausund um so besser werden sie vom Staub befreit. Einbloßes Ausklopfen mit Stäbchen ist bei Federbetten durch-aus nicht hinreichend, wenn die Federn wieder recht locker