74- Tic Waschküche.
wodurch man die so lästige Schleifenbildung vermeidet. —Wie oft man eine Wasche anstellen soll, ist so ganz vonden betreffenden Verhältnissen abhängig, daß da wohlkein bestimmter Rat erteilt werden kann, nur sollte mancs, selbst bei reichlichem Vorrate, nicht zu lange anstehenlassen, zumal bei Leib- und Bettwäsche, welche bei län-gerem Liegen sehr leidet. Bei der mir genau bekanntenFamilie eines Regierungssekretärs, Mann, Frau, siebenKinder, worunter nur eine erwachsene Tochter, wurdemit Hilfe einer Waschfrau jeden M ontag gewaschen,während Frau und Tochter die Küche und leichtereHausarbeit besorgten und Freitag abends lag alles inschönster Ordnung da. — Mit gutem Willeu und guterUeberlegung wird eben viel möglich, welches von andernfür unmöglich gehalten wird und ich will hier noch etwasvon dieser, bei aller Beschränktheit ihrer Mittel, dochso glücklichen Familie mitteilen, daß es nämlich Regelder Hausfrau war, gleich Licht bringen zu lassen, so-wie es zum Arbeiten nicht mehr vollkommen hell war,wodurch eine bedeutende, sonst nutzlos „verdämmerte"Arbeitszeit gewonnen wurde. „Zur Ruhe i st derSonuta g."
Die schmutzige Wäsche wird am besten in einembesonders dazu bestimmten, wohl verschlossenen undvor Mäusen behüteten Raum, aus Latten hängend,aufbewahrt, doch sind heutzutage, besonders in Miet-wohnungen, solche Räume selten und man muß sich danueben mit großen, verschließbaren Körben, und sürfeine Sachen mit filierten Wäschebeuteln zu helfensuchen, aber ja Sorge tragen, daß nichts feucht hineinkomme, wie es z. B. bei Handtüchern sonst leichtgeschieht.