Tic Waschküche. 73
faltet werden, wobei die Webekanten nicht sichtbarsein dürfen und die feine Tischwäsche wird dannnoch überbügelt. Damit die Servietten in den Faltenweniger leiden, kann man sie abwechselnd, alle drei odervier Jahre, ein Mal in vier, das andere Mal in dreiTeile legen. Die Tischtücher werden, der Breite nach,vierfach gefaltet nnd der Länge nach verhältnißmäßigein- oder zwei Mal doppelt genommen, je nach demPlatze, den sie im Wäscheschrank einnehmen sollen;Betttücher nimmt man der Breite nach, zwei Mal dop-pelt und legt sie, die Mitte durch eine Falte bemerkt,der Länge nach zu; Kissenüberzüge faltet man wie Ser-vietten und schiebt, wenn sie Bänder haben, diese glatthinein; schmale Handtücher faltet man der Breite nachein Mal, die breitere Form zwei Mal, legt sie der Längenach doppelt, streicht sie glatt, nimmt erstere »och einMal zusammen und legt bei letzteren die Säume zuzwei Drittel herein und das andere Stück darüber. FürLeibwäsche ist keine Regel, als das eigene Belieben.
Ehe man die Wäsche einräumt, ist es ratsam, siezum Ausdünsten und Nachtrocknen, jedes Stück einzeln,in einen warmen oder wenigstens trockenen Raum zulegen, aber leicht zu bedecken, um sie vor Staub undFliegenschmutz zu schützen; ich bediene mich dazu alter,aber recht rein gewaschener Borhänge und natürlich mußalles genau nachgezählt werden.
Ist die Wäsche nun glücklich beendigt und die Wasch-küche hübsch in Ordnung, so schließe man sie sorgfältigab, sonst wird heimlich darin gewaschen oder dieselbezum Abstellen von allerlei Sachen benutzt und ebensohalte man die nicht im täglichen Gebrauche befindlichenNänme verschlossen, z. B. das Gastzimmer; bei einerunserer Bekannten hatte sich die Gouvernante heimlichKopfkissen und Decken aus den neuen Gastbetten geholtund ganz unverfroren in Gebrauch genommen.
Beim Aufwickeln der Wäscheleine achte man darauf,daß man sie zu sich heran, nicht von sich ab wickele.