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Das Hauswesen : guter Rat für junge Frauen und Mädchen von einer alten Hausfrau
Entstehung
Seite
75
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Wäscheschrank. 75

Jer WcischestHvcrnk.

Und sammelt im reinlich geglätteten Schrein,Die schimmernde Wolle, den schneeigten Lein."

Auch mein altererbter Wäscheschrank hatreinlichgeglättete" Bretter, doch zieht man jetzt vor, sie mitPapier oder Baumwollenzeug (Satin), meistens hellblau,ausschlageu zu lassen, welches sich allerdings sehr freund-lich macht und die Wäsche besonders schön und weißerscheinen läßt. Auch sonst verziert man diesen geliebtenSchrank, den Stolz der Hausfrau, mit Spitzen, Roset-ten, gestickten Wäschebändern (mit Strophen aus derGlocke") u. dgl., doch würde ich raten, darin nicht zuweit zu gehen, denn die Hauptsache ist doch die schöne,tadellos gewaschene lind gebügelte oder gemangelte Wäscheund daß sie mit größter Pünktlichkeit eingeräumt sei.Zmn Zubinden, entweder kreuzweise oder zweimal derQuere nach, finde ich schmale Batistbändchen, auch mei-stens blau, am besten und sie machen einen bessernEindruck, als die oft bunten Wäschebänder.

In diesen Wäscheschrank wird gewöhnlich nur diefeine Hauswäsche gelegt, nämlich Tischwäsche, Bettwäscheund Handtücher; die, ebenfalls zur Hauswäsche gehöri-gen Küchenhandtücher, Spültücher, Abwischtücher, Dienst-boten-, Bett- und Tischwäsche kommen in einen andernSchrank und eben so oder in Kommoden die Leibwäscheund die Kinderwäsche, welch' letztere, nach alter Sitte,gewöhnlich mit roten Bändchen zugebunden wird, wennfür einen Sohn, mit blauen Bändchen, wenn für eineTochter bestimmt.

Von den größern Stücken der Leibwäsche, Hemden,Unterröcke, Nachtjäckchen u. dgl., pflegt jedes Paket einhalbes Dutzeud zu enthalten, von den kleineren ein Dutzend.

Es ist eine alte Regel, daß man die frische Wäschestets unter die ältere legen solle, damit alle Stücke der-selben Sorte der Reihe nach nnd gleich oft gebrauchtwerden; in neuerer Zeit will man aber und es scheint