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Das Hauswesen : guter Rat für junge Frauen und Mädchen von einer alten Hausfrau
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Die Waschküche. 71

als folgenden Tages gebügelt werden kann, da in heißerJahreszeil oft schon nach zwei Tagen Stockflecken ent-stehen; kommt irgend ein Hindernis dazwischen, so mußdie Wäsche wieder getrocknet werden.

Sobald dieselbe nun gut durchgezogen ist, ziehe manjedes Stück vorsichtig glatt lind falte die Tücher zu-sammen, die Webekanten seitwärts und die Säume«gerade aufeinander; Unterröcke werden von zwei Per-sonen, deren eine den Bord, die andere den Saum hält,einige Mal behutsam ausgeschlagen und dann glatt zu-sammen gelegt, und gleichermaßen verfahre man mit denKleiderröcken und lasse, wenn thunlich, die Wäsche soeinige Stunden liegen, welches das Bügeln sehr er-leichtert.

Zum Bügeln bedarf man eines Bügeltisches, einesBügelbretts für Kleider und Unterröcke, eines Aerinel-brettchens und, wo kein Bügelöfchen ist, die nötigenBügeleisen nebst Rost. Der Bügeltisch wird mit einerwollene» Decke versehen und diese mit einem reinenBügeltuche bedeckt, welches man an den vier Ecken zu-sammensteckt; die Bretter sind ebenfalls mit wollenemZeug bespannt und mit weißem Zeug überzogen.

Das Bügeln selbst muß durch Zusehen und Uebungerlernt werden, doch lege man das bestimmte Stück stetsin gerader Richtung vor sich hin uud habe klares Wasser»md ein Schwämmchen zur Hand, um eine zu trockeneStelle oder entstandene Falte etwas anzufeuchten; sollteeine Stelle gelb geworden sein, so stecke man das Stücksofort in kaltes Wasser. Bnnte Wäsche bügelt man ambesten auf der linken Seite, weiße Wäsche, mit Aus-nahme von Stickereien und Spitzen stets auf der rechten.Spitzen lege man ganz gerade und glatt hin und büglesie mit einem nicht sehr heißen Eisen der Breite nach,wodurch die Zäckchen besser erhalten werden.

Bei dem so schwierigen Bügeln der Herrenhemdenist es für noch ungeübte Hände eine Erleichternng, dasHemd, wenn Kragen und Aermel fertig sind, wie einen