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Das Hauswesen : guter Rat für junge Frauen und Mädchen von einer alten Hausfrau
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70 Die Waschküche.

bleibt und das Hemd besser sitzt, reibt dann den fächer-artig ausgebreiteten Einsatz auf der Nuckseite mit derwarmen Stärke gut ein und ebenso Krägen und Man-schetten, wenn sie am Hemde fest sind, ringt die ge-stärkten Teile mm kräftig aus und klopft sie so langemit den Häuden, bis sie sich nicht mehr klebrig anfüh-len; lose Kragen und Manschetten werden ebenso be-handelt und hernach die übrigen Sachen, in der nachBedürfnis verdünnten Stärke gestärkt und schließlich wirdalles aufgehangen.

Bisweilen, und zwar besonders für die Brustteileder Herrenhemden, nimmt man auch wohl kalte Stärke,zu welchem BeHufe man an eine Handvoll Stärke etwaskaltes Wasser gießt, sie mit der Hand zu einem Breiverdrückt und denselben, wenn er ganz glatt ist, mit1 Liter kaltem Wasser verdünnt. Der Brustteil derHemden wird dann gut in diese Stärke gedrückt, starkausgerungen und glatt gestrichen und ebenso Man-schetten und Kragen, das Hemd uun eiugesprengt undmit eingeschlagenem Kragen fest zusammen gerollt. Manrührt die Stärke immer fleißig auf, ersetzt das aufge-brauchte Wasser durch frisches, und wenn etwas übrigbleibt, so gießt man das Wasser ab, läßt das Uebrigetrocknen, und kann diese Starke dann später wiedergebrauchen.

Vor dem Bügeln wird die Wäsche, am bestenabends vorher, eingesprengt, wozu man sich gewöhnlicheines kleinen, weißen Neiserbesens, der nur dazu ge-braucht werden darf, bedient; dann breitet man einreines Tuch über einen Tisch, legt von den kleinenStücken eins nach dem andern glatt darauf, größereein- bis zweimal doppelt genommen, und sprenge jedes-mal etwas Wasser darüber, rolle das Zeug zusammenund lege es so in einen Korb, daß jede Partie bei-sammen und nicht etwa alles kraus und bunt durchein-ander liege; gestärkte Wäsche muß etwas mehr ange-feuchtet werden. Man sprenge aber nicht mehr ein.