Tic Waschküche. 09
altere Stücke. Ich empfehle hier nochmals die Wring-maschine, welche das Zeug viel stärker ausdrückt, alsman es mit der Hand vermag und es doch wenigerbeschädigt.
Bein: Aufhängen der Wäsche versäume mannicht, die Leine oder die Latten vorher mit einem rei-nen Tuche abzureiben. Dann werden die Tisch - undBetttücher ausgeschlagen, wobei man nicht an die Zipfelfasse, fondern mehr nach der Mitte hin und lege siegerade über die Leine oder die Latten. Die Hemdenwerden ebenfalls von zwei Personen ausgeschlagen undüberhaupt alles glatt und wie es zusammen gehört, auf-gehängt und hernach eben so abgenommen und allesZnsammengehörige, nett gefaltet, in die Körbe gelegt,nicht, wie leider sehr häufig geschieht, mir so heruntergerissen und alles untereinander eingeworfen. Nach demAufhängen der Wäsche werden die leeren Körbe umge-kehrt znm Trocknen hingestellt.
Stärken und Bügel n. Man stärkt am bestengleich nach dem Aufwaschen, rechnet auf hundert StückWäsche etwa 150 Gr. Stärke und nimmt stets die feinsteSorte; setzt 1^ Liter reines Wasser mit 8 Gr. Boraxund 5 Gr. Wachs zu Feuer, gießt nach 10 Minutendie in kaltem Wasser sorgfältig aufgelöste Stärke nachund nach hinzu und läßt die Masse auf ruhigem Feuer,etwa 10 Minuten unter beständigem Umrühren kochen,stellt sie ab und drückt sie, wenn sie etwas abgekühltist, durch ein reines Tuch. Je frischer die Stärke ge-braucht wird, je besser wirkt sie und man sollte sie da-her nie einen Tag alt werden lassen und überhauptempfiehlt es sich, wie oben fchon bemerkt, die zu stär-kende Wäsche, fo wie sie das letzte Wasser passiert hat,gleich vorzunehmen.
Das erste, welches gestärkt werden mnß, sind dieHerrenhemden, weil sie die dickste Stärke erfordern.Man nimmt den untern Teil der Brust, etwa 5 Cen-timeter hoch, in die linke Hand, damit solcher weich