(ZF Die Waschküche.
bleicht am schönsten über Nacht, bei stark zunehmendemMonde und während des Vollmonds; doch ist anch derMorgentau sehr nützlich.
Das Legen geschehe reihenweise und jede Sortemuß zu einander gelegt werden und zwar die Namen-seite nach oben; zwischen je zwei Reihen wird ein Wegzum Begießen gelassen, damit man nicht auf die Waschetritt; feine Stücke, Kragen, Aermel, Haubchen u. dgl.legt man auf ein grobes Betttnch und begießt die Wäschefleißig mit klarem Wasser, denn sie darf nie trocken lie-gen und jedes zusammen gewehte Stück muß gleich wie-der gerade gelegt lind nach der Hälfte der Bleichzeit dieWäsche umgedreht werden. Zu langes Bleichen ist nichtratsam; ein Tag und eine Nacht und falls man dasNachtbleichen zu vermeiden wünscht, im Sommer auchuur ein Tag genügt, wenn man die Wüsche früh mor-gens auslegt. Feine Bügelwäsche wird bei Hellem Son-nenschein in einem halben Tage sehr weiß.
Beim A usne h m e n der Wäsche muß das Durch-einanderwerfen vermieden werden und man lege jedeSorte nacheinander in die, mit grober Leinwand aus-gelegten Körbe und die feine Wäsche noch in eine alteServiette. Die Bügelwäsche wird allein gelegt undalles Zeug in klarem Wasser gespült, wobei man etwasSeife zum Auswaschen angeschmutzter Stellen zur Handhaben muß. Das Alisringen derselben vor dem Bläuenist überflüssig und man kann jedes Stück ohne weiteresaus dem Wasser in die Körbe thun.
Zum Bläuen nehme man Ultramarin, 30—40 Gr.in ein Beutelchen gebunden, und mache die Wäsche nichtzu blau und da das Bläuen von Leib- und Bettwäschenachteilig auf die Gesundheit wirken soll, so bläue mandiese lieber nicht. Das Zusammengehörende, Tischtuchund Servietten, Strümpfe u. s. w., werden zugleich in'sBläuewasser, welches man vorher gut durchrührt, gelegt,einige Mal darin umgewendet und die Wäsche mehrausgedrückt als ausgerungen, besonders feinere oder