Die Waschküche. 65
einer Maschine, welche etwa 10V Liter enthält, können6 bis 8 gröbere oder feinere Betttttcher, oder 1» bis12 Hemden, oder 18 bis 20 Servietten zusammen ge-waschen werden. Dann legt man etwa 150 Gr. Seifehinein und gießt so viel heißes, nicht kochendes Wasserans das Zeug, daß man es in reichlicher Lauge schleudernkann, macht mm die Maschine zu und läßt durch zweiPersonen die Flügel gleichmäßig dreheu und zwar hinund her, von der rechten nach der linken und von derlinken nach der rechten Seite, unausgesetzt und pünkt-lich 10 Minuten lang, genau nach der Uhr. Nun wirddas Zeug heraus genominen und zum Ablaufen iu eingroßes, hölzernes, über ein Faß gestelltes Sieb gelegt,wodurch man das stets schädliche Ausringen der Wäschevermeidet. Die Lauge gießt man aus der Maschine,macht sie heiß und verfahrt mit einer zweiten PartieWäsche, wie mit der ersten und so weiter, bis alles ge-waschen ist, giebt der Lauge aber jedesmal eine Kleinig-keit an Seife zu, denn beim ersten Waschen muß dasZeug rein werden, beim zweiten erhält es den reinenGrnnd. Sehr schmutzige Wäsche muß noch zum dritten-mal hinein, während etwa einmal gebrauchtes Tischzeugnur einer Lauge bedarf.
Ist nun alles weiße Zeug auf diese Weise einmalgewaschen, so wird es nachgesehen, um schmutzige Stel-len, wie man sie namentlich bei Krägen und Manschettender Herrenhemden findet, nochmals mit Seife einzu-reiben und bringt es jetzt zum zweiten Mal mit frischerLauge in die Maschine. Hat man die Bleiche in derNähe, so kann die reine Wäsche schon nach und nachgelegt werden. Nach dem weißen Zeuge können farbigeBettüberzüge, wattierte Unterröcke und wollene Strümpfein der Maschine gewaschen werden, wozu man dasWasser mäßig warm nimmt und zuletzt kann mau dasZeug der Dienstboten vornehmen. Das Ausspülen derWäsche geschieht auch iu der Maschine, indem sie anchpartienweise eingelegt und mit kochendem Wasser nochv. Pröpper. Das Hauswesen. 5