52 Die Einkäufe.
Weiße Rübe n. Sie müssen glatt, saftig, fein-schalig, zartfleischig und ohne bittern Geschmack sein,weshalb man sie versuchen muß; sie sind Ende Dezembernicht mehr schmackhaft. Sehr zu empfehlen sind dieMairüben, besonders für größere Haushaltungen, dasie gerade in die Zeit kommen, wo die alten Kartoffelnnachlassen und die neuen noch nicht reif sind, sie sindnächst den Teltow er- und Kerbelrübchen diefeinste Sorte.
Rote Rüben müssen ganz dunkelrot, fleischig, saf-tig und von süßein Geschmack sein, was sich beim Durch-schneiden einer Rotrübe zeigt; blaßrote sind ausgeartet.
Gurken. Sowohl zu Salat als zum Einmachensollen die Gurken eine fleckenlose, grüne Schale, festes,weißes, durchsichtiges Fleisch und keinen bittern Geschmackhaben und so frisch und spröde sein, daß sie bei einerleichten Biegung brechen. Bei bittern Gurken schneideman, da das Bittere nur in der Spitze sitzt, die Spitzenicht zu kurz ab und schäle die Gurken, von da ab nachdem Stiele zu.
Zwiebelu. Die weißen, runden, holländischen, ausSamen gezogenen Zwiebeln und die Birnzwiebel sinddie feinsten und zartesten. Haltbarer als erstere ist dierunde, blaßrote holländische; sehr zu empfehlen ist diegroße, einträgliche Schalottenzwiebel und am haltbarstenund stärksten die gröbere russische, welche eine Brut vonsechs bis acht Zwiebeln hervorbringt, die weder demAuslaufen noch dem Frost unterworfen sind.
Kopfsalat muß fest geschlossen, frisch und zartsein und Endiviensalat ebenfalls zart und fchön ge-bleicht. Von Feldsalat ist die beste Sorte der hol-ländische mit kleinen rund geformten Blättern.
Löwenzahnsalat (I^eontoclon 1'sxsrscum), istnicht aus allen Märkten zu haben, aber sehr gut undgesund und der erste Salat, den man hat, bei milderWitterung schon im Winter, wo man ihn auf dem Landeselbst suchen lassen kann, denn es ist die überall wild