Die Einkäufe. ZI
gewachsenen Büscheln sein und große, festgeschlossene,schneeweiße Blumen haben.
Rosenkohl kaufe man nur in schönen, grünen,fest geschlossenen Köpfchen, keine fahle, aufgeblätterteRöschen.
Möhren. Die beste frühe Sorte ist die holländische,kurze, glatte, frisch rote; die beste Wintermöhre dieSaalfelder; angenehm von Geschmack, erreicht sie einebedeutende Größe und erhält sich saftig bis zum Mai.
Kohlrabi muß ein frisches Ansehen haben undinwendig weiß und zartfleischig sein, denn alte Kohlrabigehören, wie ein englischer Koch sagt, in den Holzstallund nicht in die Küche. Am feinsten sind sie in derGröße eines mittelgroßen Apfels und man nehme zumfrühzeitigen Gebrauch den weißen Glaskohlrabi, zumspätem den blauen und zum Winterbedarf nur spät-gezogene.
Schwarzwurzeln. Sehr feines, gesundes Gemüse,im zweiten Jahr am besten und muß die Wurzel glatt,stark fingerdick sein und sich brechen lassen.
Spargel sei weiß, zart und dick (nicht zu dick),weil dann meistens durch übermäßiges Düngen aufge-schwemmt und nicht schmackhaft.
Gute Rettiche, die zum Bier so beliebt sind undauch so gesund sein sollen, erkennt man daran, daß dieHerzblättchen oben noch fest auf der Frucht sitzen undnoch keinen Stengel gebildet haben; sie müssen sich festanfühlen und beim Anschnitt nichts Pelziges zeigen,sonst sind sie ungenießbar. Besonders zu empfehlen istunter den Sommerrettichen, der halblange „MünchnerBierrettich" und unter den Winterrettichen der „rosen-rote, chinesische Rettich", der feinste von allen.
Beim Meerrettich ist auf Wurzeln zu sehen,welche einen geraden, cylinderartigen, nicht zu dünnenStengel, ohne viel Nebenwurzeln und Auswüchse bil-den und keine rötlichen Flecken haben.