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Das Hauswesen : guter Rat für junge Frauen und Mädchen von einer alten Hausfrau
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satze seiner Vorräte stets wieder frische Ware bei ihmzu erhalten. Eben so thut, wie schon bemerkt, dieStädterin gut, ihr Gemüse und Obst nur für ein- oderzweiwöchentlichen Bedarf einzukaufen, da frische Gemüseleicht vergelben und das Obst fault.

Die Einkäufe.

Tiefe sollte die junge Hausfrau möglichst selbst be-sorgen, auch, wo es die herrschende Sitte erlaubt, sogarans dem öffentlichen Markte; doch ist dieser, allerdingsnicht sehr angenehme Bestich sehr oft zu umgehen, wennman sich mit einer zuverlässigen Marktfrau aus derNachbarschaft in Verbindung fetzt, die dann alle länd-lichen Produkte, Gemüse, Obst, Butter, Milch, Eier,Geflügel u. s. w. iu's Haus bringt lind meistens vielbesser und frischer, als man es aus dem Markte erhält.Brot und Fleisch bringen ohnehin Bäcker und Metzgerund die andern Einkäufe in den Kolonialwarenhand-lungen sind ja so leicht gemacht, falls man, wie sehranzuraten, in Vorrat kauft.

Aber auch, wenn man auf dem Laude lebt, sollteman seine Einkäufe, insofern man die ländlichen Pro-dukte uicht selbst hat oder von den Nachbarn erhaltenkann, in der nächsten Stadt möglichst selbst machen, undbei den jetzigen Verkehrsmitteln wird sich hin und wie-der eine kleine Reise dorthin sehr lohnen, wenn manbedenkt, welchen Aerger und welchen Schaden man oftdurch die Boten hat: da wird etwas zerbrochen, etwasverloren, etwas vergessen, etwas beschmutzt, eine größerePortion, als bestellt gewesen, gebracht und dgl. mehr.

Ueberhaupt sei man bei Einkäufen nicht zu nach-sichtig, fondern verlange für fein gutes Geld auch guteWare und lasse sich, wie namentlich bei frischem Fleischso gern geschieht, nicht mehr ansdringen, als man ge-rade haben will und bedarf, denn hier ein halbes Pfund