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Das Hauswesen : guter Rat für junge Frauen und Mädchen von einer alten Hausfrau
Entstehung
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Der Keller. 43

Ziehen, wenn man Löcher in ein Fäßchen bohren läßt,die Wurzeln so einlegt, daß sie aus den Löchern her-auswachsen können und das Fäßchen, wenn Petersiliedarin ist, frostfrei und hell hinstellt, bisweilen dem Lichtenach dreht und beim Abschneiden die Herzblätter schont;oben auf das Fäßchen kann man Kresse säen und diesalle vierzehn Tage wiederholen. Cichorien gedeihen ambesten ohne Licht, und Wärme schadet denselben nicht.

Der Keller muß bisweilen gelüftet und bei starkemFroste gegen Eindringen der Kälte durch Vorsetzen vonStroh an die Oefsnungen geschützt werden; auch mußman natürlich häufig nachsehen und alles, etwa Ange-faulte entfernen.

Eine besondere Aufmerksamkeit erfordert das einge-machte Gemüse und man mache es zur Regel, daß vordein Ausnehmen die Hände rein gewaschen sind; dannwird die etwa daraus befindliche Haut mit der Handentfernt und man faßt das Tuch von allen Seiten sozusammen, daß von dem Schleim durchaus nichts andie Brühe kommt. Hierauf wird das Gemüse überdein Faß ausgedrückt, gleichmäßig abgenommen, daß nichtetwa eine Vertiefung entstehe und der leer gewordeneRaum des Fasses abgewaschen, gleichermaßen Tuch undStein und diese wieder aufgelegt.

Befinden sich Getränke im Keller, so müssen diesein einein besondern Behälter und wohl verschlossen sein,und wird Bier eingelegt, so sorge die Hausfrau für,dem Bedarf und Belieben angemessene, aber jedenfallsganz gleiche Krüglein, anstatt, wie oft geschieht, Mi-neralwasserkrüge verschiedener Größe zu nehmen, wodann es tröpfelt zusammen und ein Pfennig täglichmacht fast vier Mark im Jahr im Lauf der Zeitbeträchtlich mehr gebraucht werden kann, als man esbeim Genüsse oft nur bemerkt, und bei größeren Krügenbleibt anch leichter etwas übrig, wird schal oder ver-kömmt.