42 Der Keller.
Für die verschiedenen Wurzelgemüse, als: Möhren,rote Rüben, Kohlrabi, Schwarzwurzeln, Sellerie, Por-ree (Breitlauch), Meerrettich, Nettich u. dgl., lege manin einer Ecke des Kellers ein Sandbeet an, in welchesman sie eingräbt und dieses mäßig feucht hält. Rotkohl,Weißkohl und Savoyerkohl wird am besten auf Bretternicht zu nahe aneinander gestellt.
Aepfel und Birnen stellt man ebenfalls auf, mitRoggenstroh belegte Bretter, die Aepfel auf den Stiel,die Birnen auf die Blume, doch halten sich Aepfel auchganz gut in wohlverschlossenen Kisten, und für kleineHaushaltungen empfiehlt sich ein in Frankreich paten-tierter Obstbehälter, zu dem man sich Kästen aus weißemHolz machen läßt, beliebig groß, aber nur 10 Centimeterhoch und genau auf einander passend, da einer demandern zum Deckel dienen muß und blos der oberste einenDeckel erhält. In jeden Kasten darf nur eine Lage Obst,Aepfel oder Birnen kommen und man setzt die Küstenmit dem spät reifenden Obst zu Unterst und schreibt aufjeden Kasten, was er enthält, damit man sie nicht un-nötigerweise öffnen müsse, denn Luft und öfteres Be-rühren ist ein Hauptverderb für das Obst; natürlichmüssen die Kästen an einem frostfreien Orte stehen,übrigens aber nicht zu warm, sondern kühl und trocken.
Bei diesem Einlegen von Gemüsen und Obst fürden Winter ist nun nach den bestehenden Verhältnissenzu erwägen, ob es rätlich sei, viel davon zu nehmen;in Städten, wo der Markt immer reichlich versehen ist,möchte man es verneinen, weil, wenn die Sachen auchim Herbste billiger sind als später, doch selbst bei allerSorgsalt im Laufe der Zeit so manches verdirbt undbesonders wo die junge Hausfrau sich nicht fcheut, selbsteinzukaufen, dürfte es sich empfehlen, diese Einkäufe,Kartoffeln und Möhren etwa abgerechnet, wöchentlichzu machen.
Petersilie und den so angenehmen und gesundenCichoriensalat kann man im Winter mit leichter Mühe