36 TaS Spiilcn und das Ncinigen in dcr Knchc.
langes, schmales, mit Leder überzogenes Brett, streueein wenig gesiebten Hammerschlag darauf und wetze dieMesser einige Male darauf hin und her, wodurch siesehr blank und zugleich scharf werden und wische siedann mit eine»? reinen Tuche ab; die Gabeln werdenmit einem, in den Hammerschlag getauchten Korkstopfenüber dem Brette abgerieben.
Jetzt wird das etwa auf Telleru und SchüsselnZurückgebliebeue in ein dasür bestimmtes Geschirr mitetwas Wasser zusammen gespült, welches mit Brotrestenoder Weizenkleie vermischt, zum Masten von Geflügelgroßen Wert hat und man spült nun Schüsseln undTeller im ersten Wasser rein, legt sie in den zweiten,reinen Kübel, gießt reichlich heißes Wasser darüber undwascht die fettigen Hände mit Seise rein, welches so-wohl zur Reinlichkeit des Geschirrs, als zum längerenNeinhalten des Tcllertnchs durchaus notwendig ist. Dannnehme man jedesmal einige Teller aus dem heißenWasser, lasse sie etwas ablaufen, trockne sie noch heißab, wodurch die Arbeit rascher vor sich geht und stellesie so lauge auf die Anrichte, bis man mit dem Ganzenfertig ist. Hierauf werden die übrigen gebrauchtenirdeuen und hölzernen Küchengeräte eben so behandelt,doch nehme man dazu, zum Vortrocknen, das stark inheißem Wasser ausgerungene Spültuch, dann erst dasdazu bestimmte Trockentuch. Ersteres wird mm inheißem Wasser ausgewaschen und nebst den beiden Tel-lertüchern aufgehängt, alles an seinen Ort gebracht. An-richte und Spülstein abgescheuert und der Herd gerei-nigt, der Theekessel ausgespült und die Küche gekehrt.
Hierbei ist zu bemerken, daß das DienstmädchenKaffee- oder Theewasser nie zu früh auf's Feuer stelle,sondern erst unmittelbar vor dem Gebrauche und ausein gutes Feuer, weil durch langes oder langsamesKochen das Wasser seine Kraft und das Getränk sehran Geschmack verliert. Es giebt sogar faule Mägde,die das Kaffeewasser schon abends aufsetzen, doch ver-