Das Spülen und das Reinigen in der Küche.
würz zu kaufen, besonders Zimmt, der sehr häufig ausCigarrenkistchen bestehen soll und brauche überhaupt nichtviel ausländisches Gewürz, welches, wenn auch selbstecht, doch stets erhitzend und namentlich für Frauenschädlich ist; ein altes Sprichwort sagt:
„Pfeffer hilft dein Mann auf's Pferd„Und der Frau in die Erd.'"
Acrs Spnten und dcrs Weinigen in bor Küche.
Man hört so oft die Klagen, daß trotz der bestenRezepte, der vorzüglichsten Zuthaten und der größtenSorgfalt die Gerichte mißraten; hier hat die feineSpeise einen unangenehmen Beigeschmack, der Blumen-kohl sieht grau, der Spargel bräunlich aus; dort ist dieMilch oder der Rahin geronnen, von noch schlimmerenSachen zu schweigen und dies liegt häufig, ja meistensan ungenügender Reinlichkeit der Küchengerätschaften undhat die sorgsame Hausfrau daher die größte Aufmerk-samkeit auf diefen Punkt zu richten, denn die Gesund-heit und selbst das Leben der Ihrigen hängt oft davonab und es sollte jede Hausfrau immer und immer wie-der nachsehen, ob beim Spülen nicht gegen die Reinlich-keit gesündigt wird, und kommt sie einmal unerwartetdazu, so kann sie Wunderbares erleben. Aus Faulheitwird statt des reinen Spülgefäßes ein Kochtopf — mansollte es kaum glauben — benützt; in einem Wasserwird jetzt eine Schüssel, dann ein Topf, nun ein Tellergespült; das Geschirr, woran das meiste Fett sitzt, wirdzuerst gewaschen und in dieser Brühe liegen die silber-nen Löffel, die Gabeln und werden — ich sah dies inverschiedenen Häusern — zuletzt heraus gespült. Manchemeiner Leserinnen wissen, daß ich nicht übertreibe.
Zum täglichen Spülen nun reinige man, sowie dieSpeisen angerichtet sind, einen verhältnißmäßig großenTopf mit einein kurzen Besen und etwas Wasser, und