Die Küche.
33
und auf einer Seite, i» zwei Abteilungen, das Porzellannebst Trinkgläsern, Wasserflaschen, Kaffee- und Thee-service, Tasscnkörbchen, Brotkörbchen u. dgl., zum ge-ivöhnlichen Gebrauch: auf der andern Seite die bessernSachen dieser Art. Dann folgt eine Reihe von Schubladen,-welche, durch eine darüber laufende Leiste, zusammenverschlossen werden können, zu Reis, Gerste, Hafergrütze,Suppenstoffen, namentlich Sago, Neismehl, Kartoffel-mehl, Grünkornmehl, Sparsuppenmehl (die Suppen-stofse verschiedener Art, von H. Knorr in Heil-bronn am Neckar, kann ich besonders empfehlen),Nudeln, getrocknetes Obst, Kaffee u. s. w. Daruntersind dann wieder zwei Schränke, mit je zwei Abteilun-gen, von denen der eine, für den täglichen Gebranch,in Steintöpfen Mehl, Butter, Fett, ferner Senf,Essig, Salatöl, feines Salz, Pfeffer enthält: die andereAbteilung den Brotkorb mit Brotmesser und die Tisch-gerätschaften des Dienstmädchens, Teller, Besteck, Trink-glas, Kaffee- und Milchkanne, Tasse, kleine Schale sürButter oder was ihr sonst zum Kaffee bewilligt ist. Indem anden?, jedenfalls verschließbaren Schrankehat man die feineren Borräte, Rosinen, Korinthen, Man-deln, Stärke, Zncker (gerieben und in großen und klei-nen Stücken), gebrannten Kaffee, Schokolade, Thee (inivohl verschlossenen Kistchen), gestoßenes und ganzesGewürz. — Das Gewürz habe man in einein flachenKästchen und in kleinen, mit hölzernen Stopfen versehe-neil Gläsern, wie man sie in den Apotheken bekommenkann, wenn man so glücklich ist, sie nicht ohnehin mitMedikamenten erhalten zu habeu, die Muskatreibe inder Mitte, wobei zu bemerken ist, daß man die Mus-katnuß von oben ail reiben muß, denn reibt man sievom Stiel an, so fallt ein Teil des Innern, welchesnur an dein Stiel hält, heraus und es entsteht eineunnützliche Höhlung; Zimmt und Vanille müssen beson-ders aufbewahrt werden, letztere in der Verpackung,worin man sie erhält. Man hüte sich, gestoßenes Ge-v. Pröppcr, Das Hauswesen. 3