Neinigeu und Ordnen der Zimmer.
Kasten für Kleider und Wäsche, Tisch, ein paar Stühle,Spiegel, Wasch- und anderes Geschirr, ein Glas, Hand-tuch und Seife. Aber sie, die Hausfrau, halte dannauch streng darauf, daß all' dies, welches so viele Dienst-mädchen nicht haben, ordentlich und reinlich gehaltenwerde, gut gelüftet, gekehrt und aufgenommen, das Bettpünktlich gemacht sei und nichts herum liege. Der nö-tigen Reinlichkeit wegen ist es gut, wenn man den Dienst-mädchen auch Waschschwamm, Zahnbürste und Kämmegiebt, denn sie haben das selten, wohl aber eleganteAufsteckkämme und schöne Haarnadeln.
Hält man mehr als ein Dienstmädchen, so muß jedeihr eigenes Bett haben, denn es wäre ja doch eigentlicheine wahre Grausamkeit, ihnen dies zu versagen undganz fremde, vielleicht nicht gesnnde Personen zusammenzu sperren. Zwar sind sie meistens gewöhnt zusammenzu schlafen, aber ihre Gewohnheiten dürfen nicht maß-gebend für die Herrschaft fein und man spare lieber ananderem und dafür dann mich ein wenig am eigenenLuxus. Es brauchen ja keine Springfederinatratzen undFederbetten zu fein; Strohsack und Seegrasmatratze,Kissen und Deckbett von Flocken und einfache Deckegenügen vollkommen und wer jung und gesund ist undseine Arbeit gut verrichtet hat, schläft darauf oft vielbesser, als mancher Reiche, der, wie es in einem altenVolkslieds heißt:
„Aus lauter Uebersluß,
„Sich gar noch müde ruht."
Meinigen und Gvdnen der Airnmer.
Man hat jetzt, namentlich in den Städten, fast über-all geölte oder angestrichene Fußböden, welches auch sehrzu empfehlen und nicht kostspielig ist, die dann nur auf-gewischt zu werden brauchen, wodurch das so lästige undungesunde Schrubben (Scheuern) vermieden wird. Man