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Das Hauswesen : guter Rat für junge Frauen und Mädchen von einer alten Hausfrau
Entstehung
Seite
11
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Einleitung. 11

die Herrin überzeuge sich vor Vem Mieten, ob das Mädchendiese Arbeitm auch wirklich versteht, denn sehr oft istdies uicht der Fall, und sie machen gleichwohl die An-sprüche geschickter Arbeiterinnen, weise ihr dann ihreArbeiten ganz bestimmt an und dulde uicht, daß sie demKüchenmädchen irgendwie helfe, welches sie nur zu gernthun. Kann das Küchenmädchen vielleicht ein wenig nähen,so wird der Haussrau gewöhnlich die Bitte vorgetragenoder vielmehr der Vorschlag gemacht, denn bitten thuusie selten, beziehungsweise der Rat erteilt, das Stuben-mädchen möge doch in der Küche mit Spülen, Gemüse-rüsten und dergleichen helfen und dann tonnten sie her-nach auch ruhig zusammen sitzen und uähen, worauf diejunge Hausfrau sich aber unter keiner Bedingung ein-lassen sollte.

Jeder bleibe bei seinem Fach,

Tann fällt kein Schneider vom Dach."

Denn es führt nur zur Unordnung, Nachlässigkeitund Geplauder, erschwert die so nötige Kontrolle und amEnde geschieht wenig und schlechte Arbeit. Dasselbe gilt,wo eiu Kindermädchen ist, das es wohl nicht verlangtaber heimlich thut, und sich oft nichts daraus macht,das Kind schreien zu lassen, während es dem Küchen-mädchen ganz unnötiger Weise hilft.

Neberhaupt lasse sich die junge Hausfrau uicht aufetwaige Ratschläge der Dienstboten ein, selbst wenn siesich vielleicht augenblicklich ratbedürftig fühlen sollte, dennsie verliert dadurch ihr Anseheil und gerät in die Ab-hängigkeit von ihren Dienstboten, die fatalste Abhängig-keit, die es nur geben kann, die verkehrte Welt!Bedarf ihre Unerfahrenheit eines Rates, so suche sieihn. bei erfahrenen Hausfrauen, die ihre Weisheit ge-wöhnlich gern mitteilen, oder in einem guten Haushal-tnngsbuche.

Eine wichtige Sache bei der Hausordnung ist, das;mai,nichts verschiebe", worüber der Dichter V o s;sagte: