(Z Einleitung.
Schuld, denn dieser doch so wichtige Punkt, an dem das(Mick so vieler Ehen schon gescheitert ist, wird seltenmit der gehörigeil Sorgfalt und Ueberlegung behandelt.Auf's Geratewohl setzt oft der, natürlich unerfahrene,vielleicht auch geizige Mann, der häufig auch unerfah-renen Frau, und die ja auch wohl in den Flitterwochenohnehin keine Einrede machen würde, eine Summe aus,oder sie muß das Haushaltungsgeld, je nach Bedarf,von dem gebietenden Herrn verlangen, welches dann oftunliebsame Seenen veranlaßt und bei nicht ganz festemCharakter die arme junge Frau zum Borgen oder Ver-heimlichen führen kann. Dazu kommt, daß die Män-ner, welche ja selten wissen oder wissen können, wie vieldie Lebensmittel kosten, wie viel in der That „aufge-zehrt" wird (und von ihnen selbst oft das ineiste) undwas überhaupt ein Haushalt kostet, größere Ansprücheail „Verpflegung" machen, als sie Mittel dazu hergebeil,wenn sie sich nicht „Schwarz auf Weiß" überzeuge»können, was die Beschaffung ihrer Bedürfnisse und über-haupt eiil Haushalt kostet. Ich selbst hörte einmal, daßeine, selteil tüchtige und sparsame Hausfrau zu ihremManne sagte: „Du glaubst nicht, was eine Haushaltungkostet," und er kurz erwiderte: „Nein, das glaube ichauch uicht." — Wie gut wäre es nnn da gewesen, wennSr. Gestrengeil sich „Schwarz aus Weiß" überzeugen kön-nen, was allein die Eier, Wurst, Käse oder dergleichenkosteten, welche er schon beim ersten Frühstück verschluckte!
Deshalb möchte ich den jungeu Hausfraueil dringendraten, es dem Manne gleich von Ansang an, wo allesnoch so leicht geht, zur freundlich erbeteilen Pflicht zumachen, daß er das, selbstredend anf das pünktlichstegeführte Haushaltungsbuch, am Schlüsse jeder Wocheoder spätestens jeden Monates (sonst kommt zuviel zusammen und er wird ungeduldig) eingehend durch-sehe, wie dies hier am Rhein iu vielen Haushal-tungeil üblich und von Alters her gebräuchlich ist unduicht, wie Ottilie Wildermuth sagt: „mir so in's