Eiuleituug.
allgemeine zu brutteln." (Aber, so sag' ihm doch, Mama,wozu wir's gebraucht haben, es ist ja natürlich, daß keinsmehr da ist." — „Weißt wohl, daß mir der Vater keineRechnung durchsieht, er bruttelt immer in's allgemeine."— „Mama, wenn ich einmal heirate, so mußt du mireinen großen Sack voll Geld mitgeben, daß ich meinemManne keins absordern darf, sonst heirate ich gar nicht.")
Hierbei erinnere ich mich einer jungen Osfizierssrauin Mainz, deren Mann, trotz sehr bescheidener Verhält-nisse, größere Gesellschaften geben wollte; die Fraustellte ihm vor, wie ihre Mittel dies nicht gestatteten,er aber hörte nicht darauf und ineinte: „das könne dochdie Welt nicht kosten." — „Die Welt nicht," sagte nundie Frau, „aber viel mehr, als unsere Einkünfte erlau-ben; meinst du das aber nicht, so veranstalte du dieGesellschaft und ich werde mich darauf beschränken, diefreundliche Wirtin zu machen." — Die Gesellschaftunterblieb.
Schlechte Küche nun kommt aber, falls der Mannnicht gar zu geizig ist, allein auf Rechnung der Frau,denn selbst bei geringen Mitteln und knappem Haus-haltungsgelde lassen sich, wenn auch einfache, so dochschmackhafte, gesunde Mahlzeiten herstellen, und kochenist endlich auch kein Hexenwerk und läßt sich, mit gutemWillen und einem guten Kochbuche, auch im eigenenHaushalte uoch erlernen, wie viele Beispiele zeigen,aber natürlich nicht so leicht, als unter der Leitung einererfahrenen und dabei nachsichtigen Mutter und nicht ohneverschiedene Mißgriffe und Mißerfolge, und wenn dannauch der Mann, wie häufig nicht der Fall, dabei nach-sichtig und geduldig bliebe, so müßte es doch der jungenFrau recht schmerzlich sein, da Nachsicht und Geduld inAnspruch zu uehmen, wo sie ja gewiß so gern nur Freudeund Zufriedenheit geseheil hätte und daher mögen diejungen Mädchen sich
„Frühe üben hauszuhalten
„Und tüchtig in der Küche zu schalten."