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Der Kaffee- und Theetisch : nebst Rezepten und Servierkarten
Entstehung
Seite
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kostspielig, wiewohl nicht so sehr als es scheint, weil sie,gleich den ausgekernten Johannisbeeren, sehr viel ausgibt.

Rosrnlilättcr ciurmnacheii: Man pflücke bei trockenem,sonnigem Wetter, am besten wenn es tags vorher ge-regnet hat, von echten, in vollster Blüte stehenden Centi-folienrosen die Blumenblätter ab, schneide an jedem Blätt-chen das weißliche, dickere Ende ab und lege sie ganz loseübereinander in ein vorher gewogenes Tuch, wiege indemselben die Blätter und nehme auf V? Kilo davon einKilo Zucker, den man mit Wasser anfeuchtet und langsamin einem gut emaillierten oder neuen irdenen Topfe (nichtin der Messing-Kasserolle, weil die Konfitüre darin stehenbleiben muß) so lange kocht, bis ein Tropfen, den manzwischen Daumen und Zeigefinger genommen, beim aus-einanderthun der Finger sich in steife Fäden zieht. Nunstreue man unter langsamem Rühren des kochenden Zuckersdie Rosenbltttter hinein, ziehe es dann rasch vom Feuerund decke es zu; koche es nach 24 Stunden wieder aufund lasse es ebensolange wieder zugedeckt stehen, wo derZuckersaft dann recht klar und wie eine lichte Gelee seinmuß, wo nicht, so müßte es noch einmal gekocht werden,welches jedoch möglichst zu vermeiden ist, weil die Konfi-türe, eine der köstlichsten die es gibt, dadurch leicht ihreschöne Farbe verliert; Uebung und Erfahrung müssen daeben auch das beste thun.

Man gibt diese Konfitüre unter dem Namen Scher-bet gern in nur halb gefüllten Gefrornenbechern, miteinem Glas Eiswasser dabei, von dem man nach Beliebenzu der Konfitüre thut. Originalrezept aus Tiflis.