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Der Kaffee- und Theetisch : nebst Rezepten und Servierkarten
Entstehung
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in kleiner, flacher, heiß umgespülter Porzellankanno einenExtrakt, indem sie für etwa acht bis zehn Personen einenEßlöffel Theeblätter mit höchstens einer Tasse kochendenWassers übergießt, fünf Minuten auf dem Samowar stehend,ziehen läßt und jeden: Gast davon ein wenig in die Tasseresp. Glas gibt, welcher den Extrakt nun nach eigenemGeschmack mit kochendem Wasser aus dein Samowar ver-dünnt. Der Extrakt wird womöglich beim ersten Servierenganz verbraucht; gute Blätter können dann aber sehr gutnoch einmal aufgebrüht werden. Man trinkt in Rußlandden Thee schnell und möglichst heiß, meistens aus Gläsernoder Bechern, oft ohne Zucker, oder man nimmt im ge-wöhnlichen Leben ein Stückchen Zucker in den Mund.

Der vorerwähnte, auch in Deutschland schon vielfacheingeführte Samowar (ich habe einen im täglichen Gebrauch,den »reine Großmutter nebst allem Zubehör als Hochzeits-geschenk erhalten hatte) ist ein urnenförmig gestalteterWasserkessel von Metall mit beweglichem, zum Heizen derMaschine unentbehrlichem Schornsteine, dessen Heizung nichtvon unten wie bei den Spiritusmaschinen geschieht, sondernes befindet sich inmitten des geräumigen Behälters eineRöhre, welche unten mit einen: Roste versehen, oben inden: fest schließenden Schornstein endigend, Holzkohlen auf-nimmt und so das in den Kessel gegossene, rings die Röhreumgebende Wasser, ungemein schnell zum Kochen bringtund dauernd weiterkochen läßt. Zum Samowar gehört diekleine, ebenfalls aus Metall oder auch aus Porzellan und