Der Thee.
Die süße Ruhe, welche man diesemGetränk verdankt, kann man wohlschmecken und fühlen, aber nicht be-schreiben.
Gedicht des Kaisers TschienLongüber Thee-Bereitung.
China verbraucht, auch entgegen dem Spruche: „DerProphet gilt nicht in seinem Lande", den meisten Thee;dann kommt England, Holland und besonders Rußland,wo er geradezu unter die Nahrungsmittel gerechnet wird,wie bei uns der Kaffee oder besser gesagt, die Zichorie! —
Wie der Ungar von seinem Wein „blnlluni vinnm,uisl IIuvAarieniir" (keinen Wein außer ungarischem) sagt,so könnte mit mindestens eben so großem Rechte der Russesagen: „Keinen Thee außer russischem," aber er muß auchauf russische Art bereitet und dies von der Matuschka,dem russischen Mütterchen, gelernt werden.
Sie kauft in einem russischen Theeladen (?8liainffataveka) möglichst beste Ware; in Petersburg kostet das Pfundvier bis zehn Rubel; die edelsten Sorten, wie Lian-Sin-Theeund Chan-Thee, bis zu achtzig Rubel das russische Pfund,we ches noch weniger als das V? Kilo wiegt; dann bereitet sie