Endlich bietet eine Tasse heißer schwarzer Kasfee, inein Glas frisches Brunnenwasser gegossen, im Sommer einsehr labendes Getränk.
Zum Kasfee, falls er nicht schwarz getrunken werdensoll, gehört durchaus guter Rahm, heiß oder kalt, nachGeschmack; da man sich denselben aber oft schwer verschaffenkann, so läßt sich auch Milch in einer Weise verbessern,daß sie den Rahm einigermaßen ersetzt: Man rühre Literganz frische Milch auf gutem Feuer, bis sie kocht, setze siedann ab, verrühre ein ganz frisches Eigelb mit einigenTropfen kalten Wassers und gebe die Milch, unter be-ständigem Rühren, nach und nach dazu, rühre es noch eineWeile, damit sich keine Haut bilden könne, und lasse eserkalten. Man sagt, daß in den so berühmten WienerKaffeehäusern nur dieser sogenannte Rahm gegeben werde.
Oder, aus amerikanische Art, löse man einen Thee-löffel feinstes Maismehl (ülaioüorvsr) in etwas kalter Milchauf, rühre dann V- Liter sehr gute frische Milch dazu undlasse es, immerfort rührend, einige Minuten kochen.
Schließlich möchte ich noch anraten, den Kasfee nichtzu heiß einzuschenken, weil sonst während der Zeit, bisderselbe getrunken werden kann, ein sehr bedeutender Teilseines sehr flüchtigen Aromas verloren gehen würde, wovonman sich leicht überzeugen kann, wenn man eine Tasse mitheißem schwarzem Kaffee in ein großes Zimmer stellt unddasselbe auf einige Augenblicke verläßt; bei dem Wieder-eintritt wird das ganze Zimmer mit Kafseegeruch erfüllt