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Der Kaffee- und Theetisch : nebst Rezepten und Servierkarten
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ziehen, nicht kochen; gebe ihn dann vorsichtig durch loseLeinwand (Seihschüssel, wie für Milch, ist sehr passend),spüle die Kasserolle rein aus, thue den Kaffee hinein, lasseihn kochendheiß werden und serviere ihn, wenn zum Früh-stück, mit heißem Rahm, nach dem Mittagessen mit kaltem.Diese Art ist sehr praktisch, wenn schnell eine große PortionKaffee gemacht werden soll.

Wenn möglich, nehme man zum Kaffee stets weichesWasser, oder füge vor dem Kochen dem Wasser eine starkeMesserspitze doppeltkohlensaures Natron bei. Die Holländerbenutzen gern Mineralwasser und so geschieht es auch inverschiedenen Bädern. Sehr geschätzt ist der Kaffee mitPyrmonter Wasser und man erzählt sich in Pyrmont nochheute, daß auch unsre höchstselige Königin Luise, als sieim Sommer 1806 zu Pyrmont und ach! noch so heiterin all ihrer Schönheit und Holdseligkeit gewesen sei, diesenKaffee stets sehr rühmte, welches ihren alten Lieblings-diener einmal zu der sachverständigen Bemerkung veranlaßte:Ja, Jhro Majestät, das thut das moralische Wasser."

In vielen Haushaltungen bedient man sich an Stellereinen Wassers des mit kochendem Wasser überbrühtenoder auch eben aufgekochten, durchgeseihten Kaffeesatzes (auf60 Gramm Satz ein Liter Wasser) und kann dann denvierten Teil weniger Kaffee nehmen. Dies scheint be-sonders in Schwaben üblich, denn Schwabens so sehr be-liebte Schriftstellerin, Frau Ottilie Wildermuth, läßt einesehr wohlbemittelte Pfarrerin, deren Magd,das dumme