Karoline Pich ler in ihrem so anziehenden Roman:„Die Belagerung Wiens" nach geschichtlichenQuellen berichtet und dann fortfährt, „wo er (Kolschützkp)„ein Kaffeehaus, das erste, was je in Wien existierte, auf„Erlaubnis des Magistrats errichtet und wodurch bald der„Gebrauch der Bohnen oon Mokka, die man früher kaum„gekannt, durch die ungeheuren Vorräte, welche sich davon„im türkischen Lager gefunden, zum allgemeinen Bedürfnis„wurde. So ist es denn dieser wackere Grieche, dessen„unerschrockener Mut ihn zum tapfern Verteidiger und„endlich zum Kundschafter für die bedrängte Stadt machte,„dem alle jene, welchen dieser Trank jetzt noch Genuß„gewährt, seine erste Bekanntmachung danken. Auch wurde„auf Befehl des Magistrats jeden: folgenden Kasfecwirt„zur Pflicht gemacht, Kolschützkys Porträt in zierlichem„Nahmen in seinen: Gewölbe zu bewahren und zu ehren."
Aber auch Anfechtungen blieben dem Kaffee nicht aus:Vor mehr als dreihundert Jahren vermeinten streng-gläubige Türken gefunden zu haben, daß er, als ein auf-regendes Getränk, dem Weine verwandt und daher denGläubigen nicht erlaubt sei, drangen indessen nicht durch.Friedrich der Große, welcher nicht wollte, daß der Kaffeeein allgemeines Getränk werde und viel Geld aus den:Lande führe, machte den Kaffeehandel zum Monopol undließ auf Vorstellungen dagegen den Bescheid erteilen,das; er selbst bei Biersuppe erzogen worden und die Leutejetzt ebenso gut bei Biersuppe erzogen werden könnten.