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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
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Kaffccbercitung.

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Bei der gewöhnlichen Bereitung des Kaffee's bleibthäufig mehr als die Hälfte der löslichen Theile der Bohnenim Kaffeesatz zurück.

Um die nämliche gute Meinung von d"m nach meinerMethode bereiteten Kaffee zu gewinnen, die ich selbst da-von habe, darf man den Geschmack des gewöhnlichen Ge-tränkes nicht zum Muster nehmen, sondern mehr die gutenWirkungen beachten, welche mein Kaffee auf den Orga-nismus hat. Auch halten Viele, welche mit der dunklen oderschwarzen Farbe den Begriff von Stärke oder Concentrationverbinden, den nach meiner Methode bereiteten Kaffee fürdünn und schwach; bei diesen ist es mir häufig gelungen,durch Färbung desselben mit gebranntem Zucker odereiuem Kaffeesurrogate, wodurch er eine schwarze Farbe be-kam, eine bessere Meinung für meinen Kaffee zu gewinnen.Der wahre Kaffeegeschmack ist den meisten Menschenso unbekannt, dass viele Personen, die meinen Kaffee zumersten Male trinken, seinen Geschmack beanstanden,weil er nach den Bohnen schmecke. Ein Kaffee aber,der nicht nach den Bohnen schmeckt, ist kein Kaffeemehr, sondern ein künstliches Getränk, dem man irgendein anderes ähnliches substituiren kann; daher kommtes denn, dass die Getränke aus den Kaffee-Surro-gaten: geröstete Cichorienwurzel, gelbe Buben, Kun-kelrüben, v/enn man eine Spur gebrannten Kaffee hin-zufügt, von dem echten Kaffee von den Meisten nichtunterschieden werden können und dass die Kaffeesurrogateeine so grosse Verbreitung haben. Eine dunkelbraune Brühe,welche emp3 T reumatisch schmeckt, ist für die meisten Men-schen Kaffee. Theesurrogate giebt es nicht, weil jeder Thee-trinker weiss, wie Thee schmeckt*).

*) Die türkische Gesandtschaft in Berlin erhielt einst von ihrerRegierung den Befehl, die Seoretaire und Attache's fleissig die deut-schen Länder bereisen zu lassen, industrielle Gegenden zu besuchen,Studien zu machen und genaue Tagebücher zu führen. Der ersteAusflug ging nach Magdeburg uud das Resultat der Beobachtungen

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