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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
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Kaffeebereitung. 413

wohl wie in der Kälte, im Regen oder trocknen Wettersind ausserordentlich."

Ueber die Qualität der verschiedenen Kaffeesorten sagt"NV. S. Palgrave (Narrative of a years journey throughCentral Arabia 1862 bis 1863, Maomillan u. Comp. Lon-don 1865) T. I, p. 424 folgendes: „Der beste Kaffee kommtaus Yemen, gewöhnlich Mokka genannt; sehr wenig vondiesem geht nach Europa, denn Zweidrittel davon werdenin Arabien, Syrien und Egypten und der Rest beinahe aus-schliesslich in der Türkei und Armenien verbraucht. Dieletzteren Länder erhalten übrigens weder den besten nochden reinsten Yemen-Raffee. Noch ehe die Waare die Hafen-städte Alexandrien, Jaffa, Beyruth etc. erreicht, wird sie ge-siebt und wiedergesiebt; die Ballen werden geöffnet unddurch erfahrene Hände Korn vor Korn ausgepickt und an-statt der harten runden halbdurchscheinenden grünlich brau-nen Bohnen, welche allein würdig sind zum Getränk, Kaffeegenannt, gewählt zu werden, sind es die undurchsichtigen,abgeplatteten, weisslichen, zerbrochenen Bohnen, die an Bordder Schiffe gelangen. Diese Behandlung ist so constant,dass die Qualität ähnlich wie die Graden-Kreise auf einerLandkarte mit der Entfernung von Yemen abnimmt undich selbst (sagt Palgrave) habe unzähligemal der Operationals Augenzeuge beigewohnt, die mit dem grössten Ernstevorgenommen wird.

Die Kaffeesorte, welche als zweite im Range angesehenwird, ist die abessinische; die Bohne ist grösser und besitztein anderes Aroma.

Nach dieser kommt der indische Kaffee und der vonden Pflanzungen zu 'Oman.

Nach dem Urtheil der Orientalen nimmt die amerika-nische Bohne den untersten Rang ein. Der batavische, dermir nicht bekannt ist, wird übrigens von Europäern gelobt.

In Arabien, namentlich in Nejed, wird der Kaffee vordem Genüsse mit Gewürznelken, Saffran und ähnlichen Ge-würzen versetzt und man hält diesen Zusatz für durchaus