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Künstliche Milch.
grosse Befriedigung, sagen zu können, dass sie in ihrerQualität, wie von dem Fleische halbwilder Ochsen undSchafe zu erwarten war, vortrefflich ausgefallen ist. Wirhoffen, dass die andere Bedingung, an die wir unsere Em-pfehlung knüpfen wollen, nämlich der Preis (ein Drittel desgegenwärtigen Preises in Europa) ebenfalls unseren Erwar-tungen entsprechen wird.
2. Die künstliche Milch.
[Die Zusammenstellung dieser „Suppe für Kinder" beruhtauf dem in der fünften Betrachtung erwähnten Grundsatze,dass jede Nahrung aus zwei Hauptgruppen von Stoffen be-stehen muss, Blutbildnern (wie der Käsestoff in der Milch)und Fett oder Fettbildnern (wie Butter und Milchzucker);dass ferner die unorganischen Salze ebenfalls in solcherMenge geboten werden müssen, wie es die Ernährung erfor-dert, und dass endlich die Stoffe namentlich dem zartenMagen der Säuglinge in ebenso löslicher Form und in dem-selben Verhältniss gereicht worden sollen, wie sie sich in derMilch finden. 0. V.]
Die Zusammensetzung der Milch ist nicht constant; ihrGehalt an Casein, Milchzucker und Butter wechselt mit denNahrungsmitteln, mit welchen das Individuum ernährt wurde.Nach den Analysen von Hai dien enthielt die Milch einergesunden Frau in 100 Theilen 3,1 Casein, 4,3 Milchzuckerund 3,1 Butter; die Frauenmilch ist im Allgemeinen ärmeran Casein als Kuhmilch.
Nimmt man an, dass 10 Thle. Butter in dem thierischenKörper dieselbe wärmeerzeugende Wirkung hervorbringenals 24 Thle. Stärkemehl, und ebenso 18 Thle. Milchzuckerdie von 16 Thln. Stärkemehl, so lässt sich mit Hülfe dieserZahlen der Ernährungswerth der Milch mit dem des Mehlsder Getreidearten vergleichen, wenn wir Butter und Milch-zucker in ihren Aequivalenten von Stärkemehl ausdrücken.
In dieser Weise finden wir, dass enthalten sind: