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Fleischextract.
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kehren; es sind dies oft ganz arme Leute, welche am wenig-sten geneigt sind, Geld für Arzneien auszugeben, und dieder hohe Preis desselben (1 fl. 12 kr. für die Unze) nichtzurückschreckt.
In den Hospitälern und Krankenhäusern, in welchen be-kanntlich nur allzu oft die darin bereitete gute Fleischbrühevon den Krankenwärtern und Assistenten in Beschlag ge-nommen wird, wird der ordinirende Arzt durch das Fleisch-extract in den Stand gesetzt, seinen Patienten eine ganzfettfreie Fleischbrühe von jeder ihm beliebigen Stärkezu geben.
Parmentier und Proust haben vor vielen Jahrenschon das Fleischextract zur Anwendung in der französischenArmee angelegentlichst empfohlen. „Im Gefolge eines Trup-pencorps," sagt Parmentier, „bietet^ das Fleischextractdem schwer verwundeten Soldaten ein Stärkungsmittelwelches mit etwas Wein seine durch grossen Blutverlust ge-schwächten Kräfte augenblicklich hebt und ihn in den Standsetzt, den Transport ins nächste Feldspital zu ertragen."
„Es giebt keine glücklichere Anwendung, die sich er-denken Hesse," sagt Proust. „Welche kräftigende Arznei,welche mächtiger wirkende Panacee als eine Dosis des echtenFleischextracts aufgelöst in einem Glase edlen Weins! Dieausgesuchten Leckerbissen der Gastronomie sind alle für dieverwöhnten Kinder des Reichthums! Sollten wir dennnichts in unseren Feldlazarethen haben für den Unglück-lichen, den sein Geschick verurtheilt, für uns die Schreckeneines langen Todeskampfes im Schnee und im Koth derSümpfe zu erdulden?"
In einem gewissen Sinne besitzt das Brot die Ernährungs-fähigkeit des Fleisches, aber das letztere enthält in seinenin Wasser löslichen Bestandteilen eine Anzahl von Stoffen,von welchen gewisse Wirkungen im Organismus hervorge-bracht werden, die der animalischen Diät eigenthümlichsind. Diese Stoffe, welche in der vegetabilischen Nahrunggänzlich fehlen, sind nun gerade die Bestandtheile des
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