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Adressen.
ter, die kaum der Kindheit entwachsen sind, folgen schonunbeugsam denselben Grundsätzen.
Frau Chevet hat ihre Agenten in allen Ländern, auswelchen die launigsten Feinschmecker etwas wünschen kön-nen, und je mehr Concurrenten sie hat, desto höher hebtsie sich in der öffentlichen Meinung.
2. Achard, Pastetenbäcker, Rue de Grammont Nro. 9,aus Lyon. Seit etwa 10 Jahren etablirt, gründete er seinenRuf auf Stärkebisquit und Vanille-Waffeln, die ihm langeZeit Niemand nachmachen konnte.
Alles was sich in seinem Laden findet, hat etwas Feinesund Nettes, was man anderwärts vergebens sucht; es siehtnicht aus wie von Menschenhand; man sollte glauben, esseien natürliche Erzeugnisse irgend eines Zauberlandes.Auch wird er täglich ausgekauft, und man kann von ihmsagen, dass er kein Morgen kennt.
In den schönen Zeiten der Tag- und Nachtgleiche hältjeden Augenblick eine glänzende Equipage, meistensmit einem hübschen Titus und einer schönen Federträgerinbesetzt, in der Rue de Grammont. Der Titus stürzt sich inAchard's Laden und erscheint bald wieder mit einer grossenZuckerdüte. Im Wagen wird er begrüsst wie folgt:„0, lieber Freund, wie das gut aussieht," oder „0 dear! how
it looks good! mymouth!".....Das Pferd zieht an, und
die ganze Erscheinung verschwindet im Hölzchen vonBoulogne.
Die Feinschmecker sind so gutmüthig und eifrig, dasssie lange Zeit hindurch die Rauhigkeit einer hässlichen La-denjungfer ertragen haben. Diese Unannehmlichkeit ist ver-schwunden. Das Comtoir ist anders besetzt, und das hüb-sche Händchen des Fräulein Anna Achard gibt Waaren,die sich schon von selbst anempfehlen, noch höhern Werth.
3. Limet, Richelieustrasse Nro. 79, mein Nachbar, Bä-cker mehrer fürstlichen Hoheiten, bedient auch mich.
Käufer eines unbedeutenden Geschäftes, hat er es schnellzu einem hohen Rufe und Wohlstande gebracht. Sein Brot