Todeskampf. 385
Ich ende mit einem Gedichte, das zur 26. Betrachtunggehört.
Ich wollte es in Musik setzen, bin aber nicht zu meinemGenügen damit zu Stande gekommen. Einem Andern wirdes vielleicht besser gelingen, besonders wenn er sich etwasexaltirt. Die Harmonie muss sehr kräftig sein und bei derzweiten Strophe andeuten, dass die Krankheit zunimmt.
Der Todeskampf.
Physiologische Romanze.
In meinen Sinnen schwindet, ach! das Leben,Mein Leib ist kalt und trüb' mein brechend Aug'.Louise weint. Sie, die sich mir gegeben,Lauscht zitternd meines Athems letztem Hauch.Der Freunde leichter Schwärm hat mich verlassen,Wie ich hier liege in der letzten Noth.DerDoctor geht; derPfaff kommt durch die Gassen —Es naht der Tod!
Das Beten selber will mir nicht gelingen —Ich möchte sprechen, doch die Stimme bricht —Ich höre vor dem Ohre tönend Klingen,Ich sehe vor dem Auge flimmernd Licht.Ich sehe nichts mehr. In der bitt'ren StundeRingt sich.ein Seufzer durch die Athemnoth —Er irrt verhallend auf dem kalten Munde —Es naht der Tod.
XXV.
Henrion de Pansey.
Ich glaubte, der erste gewesen zu sein, der heutzutagedie Errichtung einer Akademie von Feinschmeckern ange-regt habe. Ich fürchte aber, dass Andere mir zuvorgekom-
Brillat-Savarin, Physiologio des Geschmacks. 25