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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
Entstehung
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Trüffeln.

Schlafend bin ich wundernett —Ach wie herrlich schmeckt das Bett!

In der Heilkunst sehr erfahrenWard ich, wandte manche Noth —Doch sie spricht nur von Gefahren,Ihr Gewinn ist nur der Tod.Lieblich ist des Kochs Gebahren!Heil Dir! Held im Küchendunst!Hoch die süsse Stärkungskunst!

Werden müde uns're Herzen,Seufzt der Busen schwer und bang,Dann betritt mit heitern ScherzenLiebe unsern Lebensgang,Macht vergessen uns're Schmerzen.Lieben ist ein hübsches Spiel!Spielen wir! Doch nicht zu viel!

Ich habe die folgende Strophe entstehen sehen und des-halb habe ich sie hierher gesetzt. Die Trüffeln sind derTagesgötze; vielleicht gereicht uns diese Anbetung geradenicht zur Ehre.

Impromptu.

Lasst uns auf die Trüffel trinken,Spendet ihr den Opfer wein!Wo uns holde Kämpfe winken,Wird sie uns den Sieg verleih'nSüssem Lieben,Sanften Trieben,Schickt zur Hülfe ohne ZweifelGott uns diesen schwarzen Teufel!Als ein täglich BrotGebe sie uns Gott!

< Von Herrn Boscary de Villeplaine, ausgezeichnetem Ken-ner und geliebtem Zögling des Professors.