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Mottin. 381
Es bleibet mir kein Wunsch auf Erden,Die Disteln müssen Kosen werden,Die Kutteln braten an dem Spiess!Zum Kampf beim Glas! Wer will da warten?Der Wein, die Kneipe und die KartenSind unser irdisch Paradies!
Held Bachus ist es, der uns meistert,Der Wein, womit er uns begeistert,Hat manchem Gott das Hirn verbrannt;Wer ohne Wein ein Mann geworden,Betrate gleich des Himmels PfortenAls Engel, hätt' er Wein gekannt.
Mir lacht der Wein — sein lieblich KosenStreut auf des Lebens Weg mir Kosen,Führt mich auf glatter Bahn dahin;Er wirft mich um, ich werf ihn nieder —Ich heb' ihn auf, er hebt mich wieder —Er liebet mich, ich liebe ihn.
Hab' ich mit mehren guten FlaschenDie durst'ge Kehle mir gewaschen,So seg'l ich windschief über Eck —Ich lasse mich dann nicht kuranzen —Der Meister Wein lehrt mich das Tanzen —Ich springe lustig in den Dreck.
So mögen bis zu meinem TodeDer weisse Wein und auch der rotheGemüthlich ruhen bei mir aus.Versteht sich, dass sie sich nicht schlagen —Wenn sich die Bursche nicht vertragen,So werf ich sie sofort hinaus.
Das folgende Lied ist von Kacan, einem unserer älte-sten Dichter, es ist voll Anmuth und Lebensweisheit, hatvielen spätem zum Muster gedient und scheint jünger alssein Taufzeugniss.
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