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Anacharsis.
I
Lasst uns trinken und Bachus singen.Er gefällt sich bei unseren Tänzen, er gefällt sichBei unseren Liedern, er erstickt den Neid, denHass und den Kummer, er erschuf die verführerischenGrazien, die bezaubernden Liebesgötter.
Lasst uns lieben, trinken und Bachus singen.Die Zukunft ist noch nicht, die Gegenwart wirdBald nicht mehr sein, die kurze Lebenszeit ist dieZeit des Genusses.
Lasst uns lieben, trinken und Bachus singen."Weise in unserer Narrheit, reich an VergnügenKönnen wir die Erde und ihre leeren Grössen mitFüssen treten und bei der süssen Trunkenheit,"Welche so süsse Augenblicke unsern Adern einflössen,
Lasst uns trinken, Bachus singen.
(Reise des jungen Anacharsis in Griechenland,Band II. Capitel 25.)
Das folgende Lied ist von Mottin, der in Frankreichdie ersten Trinklieder gemacht haben soll. Es stammt ausder guten Zeit der Völlerei, ist aber nicht ohne Schwung.
Die Kneipe.
Die Kneipe will mir stets behagen!"Wie frei ist dorten mein Betragen,Was Gleiches ist mir nicht bekannt!Wir stossen an! Beim vollen HumpenErscheint mir jeder KüchenlumpenDie allerfeinste Leinewand.
Verschmachte ich vor grosser Hitze —Die enge Kneipe, wo ich sitze,Löscht meinen Brand mir alsobald; —Und wenn vor Frost die Erde zittert,Geb' für den Klotz, der hier zersplittert,Ich einen ganzen Eichenwald.